Please use this identifier to cite or link to this item: https://doi.org/10.21256/zhaw-68
Title: Sprachliche Kommunikation, Alter und Migration
Authors : Buri, Barbara
Manchen Spörri, Sylvia
Vögeli Sörensen, Therese
Publisher / Ed. Institution : ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Publisher / Ed. Institution: Winterthur
Issue Date: 2008
Series : ISBB Working Papers
Language : Deutsch / German
Subjects : Migration; Integration; Sprache; Alter; Integration; Language; Migration; Retirement
Subject (DDC) : 430: Deutsch
Abstract: Die vorliegende explorative Studie untersucht die Sprachsituation, die kommunikativen Schwierigkeiten und die Sprachlernbedürfnisse von älteren italienisch- und albanischsprachigen MigrantInnen hinsichtlich des Deutschen oder des Schweizerdeutschen. Die Ergebnisse sollen Grundlagen für die Entwicklung von Sprachkursen für ältere MigrantInnen im Hochdeutsch bzw. im Schweizerdeutsch dienen. Mittels Gruppendiskussionen mit älteren italienisch- und albanischsprachigen MigrantInnen sowie Interviews mit Expertinnen konnten erste Erkenntnisse gewonnen werden. Zwar haben sich die meisten MigrantInnen in Hinblick auf die Kommunikation in der Bewältigung des Alltags weitgehend arrangiert; die meisten bedauern aber, nicht besser Deutsch gelernt zu haben. Während die italienischen MigrantInnen häufig die Möglichkeit haben, auf ihre Muttersprache zurückzugreifen, steht diese Ressource den albanischsprachigen MigrantInnen nicht zur Verfügung. Für beide Gruppen stellt die diglossische Situation in der Schweiz gleichermassen ein Problem dar. Schweizerdeutsch zu verstehen wird in den mündlichen Situationen häufig als Hindernis erlebt, das in der direkten Begegnung ad hoc und ohne Hilfe bewältigt werden muss. Aus der Pilotstudie ergeben sich Hinweise darauf, dass ein Bedarf an Deutschkursen für ältere MigrantInnen besteht und dass diese thematisch über die Arbeitswelt hinaus neue Felder abdecken sollten (z. B. soziale Beziehungen, Gesundheit). Der Handlungsbedarf für MigrantInnen aus dem ehemaligen Jugoslawien ist grösser als für die italienischsprachigen MigrantInnen. Unter den MigrantInnen gibt es Personengruppen, die kaum über Deutschkenntnisse verfügen. Diese sind sozial isoliert und dadurch für Kursangebote sehr schlecht erreichbar. Es müssen somit spezifische Konzepte, Kursformen und Marketingstrategien entwickelt werden, die den sprachlichen Bedürfnissen der verschiedenen MigrantInnengruppen Rechnung tragen. Bei der Entwicklung von Angeboten empfiehlt es sich, die zeitlichen und finanziellen Rahmenbedingungen der MigrantInnen zu beachten.
Departement: Angewandte Linguistik
Organisational Unit: Language Competence Centre (LCC)
Publication type: Working Paper – Gutachten – Studie / Working Paper – Expertise – Study
DOI : 10.21256/zhaw-68
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/68
Appears in Collections:Working Papers Angewandte Linguistik

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