Publication type: Book
Type of review: Not specified
Title: Richtlinien Hochlagenbegrünung
Authors: Peters, Monique
Edelkraut, Kirsten
Schneider, Manuel
Rixen, Christian
et. al: No
Extent: 64
Issue Date: Dec-2019
Series: Ingenieurbiologie
Series volume: 2019(3)
Publisher / Ed. Institution: Verein für Ingenieurbiologie
ISSN: 1422-0008
Language: German
Subjects: Hochlagenbegrünung; Renaturierung; Standortgerecht; Alpin; Erosion; Naturwert; Landschaftswert; Ingenieurbiologie
Subject (DDC): 333.7: Land, natural recreational areas
Abstract: Ökosysteme in Hochlagen sind empfindliche und schützenswerte Lebensräume. Baumassnahmen, unsachgemässe landwirtschaftliche Nutzung und der Wintersport können Narben hinterlassen, welche durch angepasste Begrünungsmassnahmen zu beheben sind. Neben dem Schutz des Bodens vor Erosion sollen Begrünungen nicht nur die landschaftliche Attraktivität, sondern auch die reiche, perfekt an die alpinen Verhältnisse angepasste Artenvielfalt erhalten. Bei Beeinträchtigungen von schutzwürdigen Lebensräumen mit seltenen oder gefährdeten Arten wird die Wiederherstellung auch vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Die Standortbedingungen der alpinen und subalpinen Höhenstufen lassen biologische und chemische Prozesse nur langsam ablaufen. Tiefe Temperaturen, Wind oder Bodenerosion führen zu sehr langsamer Bodenbildung. Die dadurch geringe Wasserspeicherkapazität und Nährstoffverfügbarkeit erschweren das Pflanzenwachstum. Die Entwicklung und Etablierung der heutigen Vegetationsdecke ist das Resultat von sehr lang andauernden Prozessen. Nach einer Störung durch bauliche Eingriffe oder durch natürliche Ereignisse erholt sich die Vegetation in Hochlagen nur sehr zögerlich. Zudem breiten sich die meisten Pflanzenarten in dieser Höhenlage vorwiegend vegetativ und weniger über Samen aus. Es ist äusserst wichtig, die bestehende Vegetation zu schützen und bestmöglich wiederanzulegen. Ein weiterer bedeutsamer Punkt ist der Aspekt des Bodenschutzes: Nur bewachsener Boden ist gegen Einflüsse wie Erosion und Auswaschung optimal geschützt. In den letzten Jahren haben Verfahren zur Wiederherstellung einer standortgerechten Vegetation im Alpenraum weiter an Bedeutung gewonnen. Bestmögliche Resultate erzielt man mit der direkten Wiederverwendung der intakten Pflanzendecke in Form von Soden, wenn nötig mit Zwischenlagerung. Aussaaten sind unumgänglich, wenn keine oder zu wenig Soden abgeschält werden können. Das Saatgut kann nass oder trocken aufgebracht werden. Die Samenmischung sollte regional sein, dem Standort angepasst und keine gebietsfremden Arten enthalten. Zusatzstoffe wie Kleber oder Mulch helfen bei der Keimung und Etablierung der Saat. Häufig werden Aussaaten im Spätherbst als Schlafsaat ausgebracht, damit sie im Frühjahr bei optimalen Bedingungen keimen. Um langfristig ökologischen und auch wirtschaftlichen Schaden zu vermeiden, lohnt es sich, qualitativ hochstehende Begrünungen zu realisieren, welche einen guten Erosionsschutz bieten und die Anliegen von Natur- und Landschaftsschutz grösstmöglich berücksichtigen. Diese müssen bei der Projektplanung bereits vorgesehen werden.
URI: https://issuu.com/ingenieurbiologie/docs/ingenieurbiologie_2019_3
https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/24497
Fulltext version: Published version
License (according to publishing contract): Licence according to publishing contract
Departement: Life Sciences and Facility Management
Organisational Unit: Institute of Natural Resource Sciences (IUNR)
Appears in collections:Publikationen Life Sciences und Facility Management

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