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Publication type: Working paper – expertise – study
Title: AgriPark: Grundlagen für eine erfolgreiche Einbindung der Landwirtschaft in Regionalen Naturpärken : Ergebnisse aus einer standardisierten Online-Befragung der landwirtschaftlichen Bevölkerung und Leitfadeninterviews in drei Naturpärken – Landschaftspark Binntal, Naturpark Gantrisch, Regionaler Naturpark Schaffhausen
Authors: Trachsel, Sonja
Göpfert, Rebecca
Koster, Bettina
Moser, Ruth
Mettler, Daniel
Reutz, Birgit
et. al: No
DOI: 10.21256/zhaw-22946
Extent: 129
Issue Date: Aug-2020
Publisher / Ed. Institution: ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Publisher / Ed. Institution: Wädenswil
Language: German
Subjects: Regionaler Naturpark; Landwirtschaft; Einstellung zu Naturpärken; Einstellung zu Schutzgebieten; Zusammenarbeit Naturpark und Landwirtschaft; Regionale Wertschöpfung
Subject (DDC): 333.7: Land, natural recreational areas
Abstract: Als Bewirtschafterin der Flächen ist die Landwirtschaft eine wichtige und einflussreiche Akteurin in Regionalen Naturpärken in der Schweiz. Hohe Natur- und Landschaftswerte sind Grundvoraussetzung für die Anerkennung einer Region als Park. Auch für die Landwirtschaft bietet ein Park Chancen für die eigene Weiterentwicklung, etwa durch den Aufbau von Kooperationen und Wertschöpfungsketten, durch regionale Produkte oder im Agrotourismus. Zugleich wird ein Park von landwirtschaftlichen Akteurinnen und Akteuren teilweise als Hindernis für Entwicklungsmöglichkeiten gesehen. Die vorliegende Studie erarbeitet Grundlagen, um die Einstellung der landwirtschaftlichen Bevölkerung gegenüber Pärken besser zu verstehen, ihre Bereitschaft, in einem Naturpark mitzuwirken, abzuschätzen und ihre Erwartungen an einen Park zu erfassen. Folgende Forschungsfragen wurden untersucht: 1. Welche Aktivitäten gibt es in Naturpärken, die sich an die landwirtschaftliche Bevölkerung richten? Wie nutzt sie diese? Wie bringt sie sich ein? 2. Welche Parkaktivitäten wünscht sich die landwirtschaftliche Bevölkerung in den Naturpärken? 3. Wie sieht die Einstellung der landwirtschaftlichen Bevölkerung gegenüber «ihrem» Naturpark aus? Wie hängt die Einstellung mit der Nutzung von Parkaktivitäten zusammen? 4. Welche betrieblichen und parkspezifischen Faktoren beeinflussen die landwirtschaftliche Bevölkerung bei ihrer Nutzung der Parkaktivitäten? 5. Wie ist sie in die Naturpärke eingebunden? Um diese Fragen zu beantworten, wurden in drei Naturpärken, im Landschaftspark Binntal, Naturpark Gantrisch und im Regionalen Naturpark Schaffhausen, Daten über zwei Wege erhoben: – unter der landwirtschaftlichen Bevölkerung in den drei Naturpärken wurde einer Umfrage mit 509 Teilnehmenden durchgeführt – ausgewählte AkteurInnen aus dem Parkmanagement, der landwirtschaftlichen Beratung und Bevölkerung wurden in Leitfadeninterviews befragt. Die landwirtschaftliche Bevölkerung beteiligt sich am häufigsten an Vernetzungs- und Landschaftsqualitätsprojekten. Mehrheitlich wünscht sie sich Parkaktivitäten, welche die Absatzförderung von regionalen landwirtschaftlichen Produkten betreffen. Das Naturparkprodukte-Label sieht sie dabei einerseits als Chance für die Vermarktung, andererseits würde sie vereinfachte Zugangsbedingungen wünschen. Die befragte landwirtschaftliche Bevölkerung schätzt den Nutzen eines Parks für die Landwirtschaft nicht sehr hoch ein – ausser für die Betriebe, die viel direkt verkaufen. Allerdings brauchen gerade diese Betriebe häufig gar nicht unbedingt zusätzliche Unterstützung beim Verkauf ihrer Produkte. In kleineren Pärken ist es für das Parkmanagement einfacher, die landwirtschaftliche Bevölkerung zu erreichen («man kennt sich»). Die Einstellung der landwirtschaftlichen Bevölkerung gegenüber dem Park hängt damit zusammen, ob sie Parkaktivitäten nutzt oder nicht. Die Personen, die Parkaktivitäten nutzen, sind tendenziell positiver gegenüber ihrem Park eingestellt. Die Einstellung zu Natur und Umweltschutz hängt nicht mit der Nutzung von Parkaktivitäten zusammen. Landwirtschaftliche Betriebe, die im Haupterwerb geführt werden, und solche, die sich in den Bergzonen befinden, nutzen tendenziell etwas häufiger Parkaktivitäten, als Nebenerwerbsbetriebe und Betriebe in den Tal- und Hügelzonen. Um die Landwirtschaft besser in die Pärke einzubinden, braucht es vor allem seitens Parkmanagements ziemlich grosses Engagement. Die Schwierigkeit besteht darin, die landwirtschaftliche Bevölkerung für Parkaktivitäten zu begeistern. Sie empfindet «ihren» Naturpark teilweise als etwas Neues, der Region Fremdes und hat wenig zeitliche Ressourcen, sich zu informieren und engagieren. Um die Zusammenarbeit zwischen Park und Landwirtschaft zu verstärken braucht es vor allem viel Kommunikationsarbeit seitens der Parkmanagements. Erfolgreiche Projektumsetzungen mit einzelnen landwirtschaftlichen Betrieben sind wichtig, um weitere Personen aus der Landwirtschaft für den Park zu begeistern. Landwirtschaftliche Betriebe können vor allem über Projekte, die den Absatz regionaler landwirtschaftlicher Produkte fördert, für ein Engagement im Park überzeugt werden.
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/22946
License (according to publishing contract): Licence according to publishing contract
Departement: Life Sciences and Facility Management
Organisational Unit: Institute of Natural Resource Sciences (IUNR)
Published as part of the ZHAW project: AgriPark
Appears in collections:Publikationen Life Sciences und Facility Management

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