Title: Bakteriophagen zur Kontrolle von Salmonella Typhimurium in Lebensmitteln
Authors : Fieseler, Lars
Conference details: 7. Symposium Schnellmethoden und Automatisierung in der Lebensmittelmikrobiologie, Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Lemgo, 1.-2. Juli 2014
Issue Date: 2014
License (according to publishing contract) : Licence according to publishing contract
Type of review: Not specified
Language : German
Subjects : Bacteriophagen
Subject (DDC) : 570: Biology
664: Food technology
Abstract: Gastrointestinale Infektionen durch Salmonella spp. gehören auch heute noch immer zu einer der häufigsten bakteriellen Darmerkrankungen, die durch den Verzehr kontaminierter Lebensmittel ausgelöst werden. Daher zählt die Salmonellose zu den klassischen meldepflichtigen Lebensmittelinfektionen. In der Schweiz werden jährlich ca. 1‘500 Fälle gemeldet, in Deutschland sind es über 20‘000. Um die Lebensmittelsicherheit gewährleisten zu können, werden heute zunehmend Verfahren gesucht, die bei gleichbleibender Effektivität möglichst schonend sind und ohne den Zusatz chemischer Konservierungsmittel auskommen. Als mögliche Alternative könnten dazu Bakteriophagen eingesetzt werden. Bakteriophagen sind Viren, die Bakterien infizieren. Sie zeichnen sich durch eine hohe Wirtsspezifität aus und bringen viele nützliche Eigenschaften mit sich, durch die sie zur Biokontrolle von Salmonella im Lebensmittel genutzt werden können. Wir haben eine hohe Diversität an Salmonellaphagen in Abwasserproben nachweisen können. Einzelne Phagen wurden isoliert, anschliessend charakterisiert und sowohl einzeln, als auch in Kombination zur Kontrolle von Salmonella eingesetzt. Dabei zeigte sich, dass der Einsatz von mindestens zwei unterschiedlichen Phagen in einem Phagencocktail nötig ist, um die Keimzahlen von Salmonella Typhimurium bis unter die Nachweisgrenze zu reduzieren. Nicht jeder Bakteriophage kann für eine effektive Biokontrolle im Lebensmittel verwendet werden. Die Kriterien, die ein Bakteriophage erfüllen muss, um in einem Lebensmittel eingesetzt werden zu können, werden vorgestellt und diskutiert. Darüber hinaus werden die Vor- und Nachteile des Einsatzes von Phagen in Lebensmitteln erläutert.
Further description : Vortrag
Departement: Life Sciences and Facility Management
Organisational Unit: Institute of Food and Beverage Innovation (ILGI)
Publication type: Conference other
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/12252
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