Title: Das Bild des Presserates I : eine schriftliche Befragung von Schweizer Medienschaffenden
Authors : Wyss, Vinzenz
Tschopp, Lukas
Wüthrich, Christian
Publisher / Ed. Institution : ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Publisher / Ed. Institution: Winterthur
Issue Date: 2007
License (according to publishing contract) : Licence according to publishing contract
Language : German
Subject (DDC) : 070: News media, journalism and publishing
Abstract: Im Auftrag der "Stiftung Schweizer Presserat" führte das Institut für Angewandte Medienwissenschaft eine quantitative Studie durch. Mittels Online-Befragung wurden Medienschaffende aus der ganzen Schweiz zur Beschwerdeinstanz befragt. Im Zentrum der Analyse standen die Bekanntheit des Gremiums, die Bewertung dessen Leistung sowie die konkrete Anwendung im Berufsalltag des durch den Presserat zur Verfügung gestellten Instrumentariums. Generell kennen neun von zehn Medienschaffenden in allen Sprachregionen den Presserat und den berufsethischen Kodex. Rund 70% der Befragten sind die ergänzenden Richtlinien bekannt. 77% kennen die publizierten Stellungnahmen des Schweizer Presserates, 50% lesen diese mindestens "oft". Insbesondere redaktionelle Führungskräfte, berufsspezifisch ausgebildete Journalisten sowie Medienschaffende, die in Redaktionen mit gut ausgebautem Qualitätssicherungssystem arbeiten, beurteilen das Gremium positiv und greifen eher auf den Kodex sowie die Richtlinien zurück. Die Studie macht aber auch deutlich, dass die Stellungnahmen des Presserates kaum in den Redaktionsräumen diskutiert werden. Zudem geht nur eine Minderheit der befragten Medienschaffenden davon aus, dass die eigene Redaktion die Stellungnahmen auch selber publiziert ? insbesondere dann, wenn diese andere Medien betreffen. Der Schweizer Presserat wird generell als fachlich kompetent, praxisnah und aktiv beurteilt. Die befragten Medienschaffenden attestieren dem Presserat zudem, die Medienfreiheit zu verteidigen, Verständnis für medienethische Fragen zu wecken und die Glaubwürdigkeit der Medien zu stärken. Dennoch wird das Gremium im Berufsalltag nicht als einflussreich wahrgenommen: Die Stellungnahmen helfen im Alltag kaum, ein medienethischer Diskurs unter Berufskollegen wird durch deren Publikation nur marginal stimuliert. Insgesamt beteiligten sich 1’329 Medienschaffende aus 152 ausgewiesenen Redaktionen an der Befragung unter der Leitung von Prof. Dr. Vinzenz Wyss, Leitung Forschung IAM. Das "Sample" der Studie setzt sich aus den Medientypen Print, öffentlicher Rundfunk und privaten elektronischen Medienhäusern zusammen. Der Vergleich des "Samples" mit den Daten der letzten repräsentativen Journalisten-Enquête aus dem Jahre 1998 verdeutlicht nahezu Strukturgleichheit.
Departement: Angewandte Linguistik
Organisational Unit: Institute of Applied Media Studies (IAM)
Publication type: Working Paper – Expertise – Study
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/7932
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