Title: Naturschutz zwischen Agglomeration und Autobahn : erfolgreiche Renaturierung des Flachmoors Hänsiried im Kanton Zürich
Authors : Babbi, Manuel
Krüsi, Bertil
Published in : Vierteljahrsschrift der Naturforschenden Gesellschaft in Zürich
Volume(Issue) : 158
Issue : 3/4
Pages : 65
Pages to: 78
Publisher / Ed. Institution : Naturforschende Gesellschaft in Zürich
Issue Date: 2013
License (according to publishing contract) : Licence according to publishing contract
Type of review: Not specified
Language : German
Subjects : Vegetationskartierung; Hänsiried; Torfstich; Katzensee
Subject (DDC) : 333.7: Land, recreational areas and energy
577: Ecology
Abstract: Umzingelt von Verkehrsinfrastrukturen und landwirtschaftlich genutzten Flächen ist das rund 13.4 ha grosse Flachmoor Hänsiried eine ökologisch wertvolle Insel inmitten der Agglomeration Zürich. Die mangelnde Pflege der Grossseggenriede, sowie die starke Erholungsnutzung durch die Bevölkerung ab Mitte des 20. Jahrhunderts haben zur Verbuschung und einem für Moore untypischen Landschaftsbild geführt. Erst umfangreiche Renaturierungsmassnahmen und die regelmässige Nutzung der Sumpfwiesen seit den späten 1980er Jahren haben das Gebiet wiederhergestellt und aufgewertet. Im Jahr 2011 wurde die Vegetation im Hänsiried mit dem Kartierungsschlüssel für Nassstandorte im Kanton Zürich erfasst. Die dominierenden Vegetationseinheiten waren Wald (2.68 ha), nicht-bultiges Grossseggenried (Einheit 3b, 1.61 ha) und Schilfröhricht (Einheit 2a, 1.26 ha). Die Waldfläche hat zwischen 1944 und 1985 von 1 ha auf 6.2 ha zugenommen und bis 2011 dank erfolgreichen Pflegemassnahmen wieder auf 2.8 ha abgenommen. Die offene Wasserfläche inklusive Schwimmblattgesellschaften ist im gleichen Zeitraum hingegen von 1.4 auf 0.5 ha geschrumpft. Die starke Verschilfung einiger Torfstiche, sowie der übrigen Flächen ist nach wie vor ein Problem, da dadurch die Verlandung der Torfstiche vorangetrieben wird und die Biodiversität in den Grossseggenriedern sinkt. Damit die Qualität des Hänsirieds weiter verbessert werden kann, ist neben der Pflege ein regelmässiges Monitoring der Vegetation unabdingbar. Nur so können Veränderungen frühzeitig erkannt und situationsgerechte Pflegemassnahmen durchgeführt werden.
Departement: Life Sciences und Facility Management
Organisational Unit: Institute of Natural Resource Sciences (IUNR)
Publication type: Article in scientific Journal
ISSN: 0042-5672
URI: http://www.ngzh.ch/archiv/2013_158/158_3-4/158_22.pdf
https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/6693
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