Title: 20 Jahre ökologische Aufwertung von Waldrändern im Kanton Aargau : erste Erfolgskontrolle
Authors : Spörri, Kaspar
Babbi, Manuel
Krüsi, Bertil
Published in : Schweizerische Zeitschrift fur Forstwesen
Volume(Issue) : 165
Issue : 10
Pages : 313
Pages to: 320
Publisher / Ed. Institution : Schweizerischer Forstverein
Issue Date: 2014
License (according to publishing contract) : Licence according to publishing contract
Type of review: Not specified
Language : German
Subjects : Waldrandaufwertung; Erfolgskontrolle; Waldrand; Waldrandschlüssel
Subject (DDC) : 577: Ecology
Abstract: Im Schweizer Mittelland bestehen heute rund 25 000 km Waldränder, welche als Übergangszone zwischen offener Kulturlandschaft und geschlossenem Wald eine wichtige Vernetzungsfunktion übernehmen und Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten bieten. Da sich nur ein kleiner Teil dieser Waldränder in einem ökologisch guten Zustand befindet, werden in vielen Kantonen Aufwertungsmassnahmen durchgeführt. Dem Kanton Aargau kommt mit bisher fast 200 km aufgewerteten Waldrändern eine Vorreiterrolle zu. Mangels Erfolgskontrollen war aber nicht bekannt, welchen ökologischen Wert diese Waldränder aufweisen und welche Faktoren zum Erfolg von Aufwertungsmassnahmen beitragen. Deshalb wurde anhand eines Bewertungsschlüssels sowie einer Befragung der zuständigen Revierförster die ökologische Qualität von 20 aufgewerteten Waldrändern in sechs Forstrevieren im Kanton Aargau mit möglichen  influssgrössen verglichen. Die Untersuchungen zeigen, dass die aufgewerteten Waldränder in sehr gutem Zustand sind. Die floristisch und faunistisch wichtigsten Strukturelemente sind zwei- bis achtmal besser ausgeprägt als an einem durchschnittlichen Schweizer Waldrand und kommen den Zielvorstellungen des Naturschutzes sehr nahe. Die Gehölzvielfalt ist mit insgesamt 31 einheimischen Laubbaumarten und 58 verschiedenen einheimischen Gehölzarten ausgesprochen hoch. Entgegen der Einschätzung der Revierförster erwiesen sich weder die Wüchsigkeit eines Standorts noch dessen Exposition als massgebende Erfolgsfaktoren. Wichtig scheint dagegen die Frequenz der Folgeeingriffe zu sein. Diese sollten rund alle sieben Jahre durchgeführt werden. Umfassendere Untersuchungen sind nötig, um die vorliegenden Ergebnisse auch für andere Gebiete der Schweiz zu bestätigen. Voraussetzung dafür sind systematische Erfolgskontrollen, welche die Dokumentation der Ausgangslage einschliessen.
Departement: Life Sciences und Facility Management
Organisational Unit: Institute of Natural Resource Sciences (IUNR)
Publication type: Article in scientific Journal
DOI : 10.3188/szf.2014.0313
ISSN: 0036-7818
2235-1469
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/6692
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