Please use this identifier to cite or link to this item: https://doi.org/10.21256/zhaw-3522
Title: Bestandsaufnahme zur Berufssituation der Hebammen in einem Schweizer Kanton
Authors : Grylka-Bäschlin, Susanne
Borner, Barbara
Pehlke-Milde, Jessica
Published in : German medical science
Proceedings: Abstractband 4. Internationale Fachtagung der Deutschen Gesellschaft für Hebammenwissenschaft (DGHWi)
Volume(Issue) : 06
Issue : Suppl. 01
Pages : 25
25
Pages to: 26
26
Conference details: 4. Internationale Fachtagung der Deutschen Gesellschaft für Hebammenwissenschaft (DGHWi), Mainz, 16. Februar 2018
Publisher / Ed. Institution : German Medical Science GMS Publishing House
German Medical Science GMS Publishing House
Publisher / Ed. Institution: Düsseldorf
Issue Date: 16-Feb-2018
License (according to publishing contract) : CC BY 4.0: Namensnennung 4.0 International
Type of review: Peer review (Publication)
Language : German
Subject (DDC) : 618: Gynecology, obstetrics and midwifery
Abstract: HINTERGRUND: Hebammen sind befähigt, Frauen und Kinder während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett eigenständig zu betreuen, haben jedoch häufig eingeschränkte Möglichkeiten ihre erworbenen Qualifikationen und Kompetenzen im Klinikalltag umzusetzen. Diese Situation kann die Berufszufriedenheit der Hebammen beeinträchtigen [1]. Hebammengeleitete Betreuungsmodelle gehen mit vergleichbar guten geburtshilflichen Outcomes, niedrigeren Interventionsraten, niedrigeren Kosten, einer erhöhten Zufriedenheit der betreuten Frauen und einer erhöhten Berufszufriedenheit der Hebammen einher [2, 3]. Die Berufssituation der Hebammen in Schweizer Geburtenabteilungen wurde bisher wenig erforscht. ZIEL: Ziel dieser Erhebung, die Teil einer Studie zur Erforschung der Berufszufriedenheit im Zusammenhang mit einem innovativen, hebammengeleiteten Betreuungsmodell ist, war eine Übersicht über die Berufssituation der Hebammen in den Geburtenabteilungen eines Schweizer Kantons zu erlangen. METHODIK: Es wurde eine Online-Umfrage durchgeführt, die basierend auf einer Literatursuche, der Definition der hebammengeleiteten Geburtshilfe, der IST-Analyse des Handbuchs Hebammenkreisssaal und dem Expertinnenstandard zur Förderung der physiologischen Geburt entwickelt wurde [2,4,5]. Teilnahmeberechtigt waren alle 17 Institutionen des Kantons Zürich in der Schweiz, die über eine Geburtenabteilungen verfügen. Die deskriptiven Analysen wurden mit Stata 13 durchgeführt. ERGEBNISSE: 16 von 17 Geburtenabteilungen (94.1%) nahmen an der Umfrage teil: eine Universitätsklinik, elf öffentliche Kliniken, zwei Privatkliniken und zwei Geburtshäuser. Die Geburtenabteilungen hatten in 2016 zwischen 203 und 2.962 Geburten und die Sectioraten lagen bei 0% bis 56.9%. Insgesamt 25.0% (n=4) der Geburtenabteilungen führen einen Hebammenkreisssaal oder sind Geburtshäuser mit 46 bis 302 hebammengeleiteten Geburten und in n=1 (6.3%) Klinik ist dieser in Planung. Eine räumliche oder personelle Trennung zum herkömmlichen Kreisssaal, falls vorhanden, gab es in keiner Klinik. In n=3 Institutionen (18.8%) bieten Hebammen eine Poolbetreuung an, in der gebärende Frauen von einer Hebamme aus einem ihr bekannten Team betreut werden und in n=4 (25.0%) der Institutionen trifft es grösstenteils zu, dass gebärenden Frauen das betreuende Hebammenteam schon vor der Aufnahme zur Geburt kennen. In den anderen Geburtenabteilungen (n=12, 75.0%) war dies nur selten oder nie der Fall. Folgende Tätigkeiten werden von den Hebammen immer oder meistens eigenverantwortlich und selbständig durchgeführt: Anamnese bei der Aufnahme zur Geburt in 81.3% (n=13), klinisches Assessment bei Eintritt in 81.3% (n=13), Verabreichung von Alternativmedizin in 100% (n=16), Amniotomie in 87.5% (n=14), Dammschutz in 93.8% (n=15), Episiotomie in 43.8% (n=7), Dammnaht in 6.3% (n=1), Apgar-Score erheben in 100% (n=16) und Status des Neugeborenen in 56.3% (n=9) der Institutionen. RELEVANZ: Diese Studie bietet erstmals einen Überblick über die Berufssituation der Hebammen in einem Schweizer Kanton und damit eine gute Grundlage für die zukünftige Entwicklung von hebammengeleiteten Projekten. DISKUSSION: Hebammenkreisssäle und Betreuungsmodelle, welche die Kontinuität in der Betreuung durch die Hebammen fördern, sind im Kanton Zürich wenig verbreitet. Es werden grosse Unterschiede zwischen den einzelnen Geburtenabteilungen in den Tätigkeiten, welche die Hebammen eigenverantwortlich und selbständig durchführen, beobachtet. Es gibt einen Bedarf für die Entwicklung von hebammengeleiteten Betreuungsmodellen, was sich positiv auf die Berufssituation und die Berufszufriedenheit der Hebammen auswirken könnte. ETHISCHE KRITERIEN: Die Studie wurde von der Ethikkommission Zürich als unbedenklich erklärt (Req-2017-00133). FINANZIERUNG: Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation, Schweiz
Departement: Gesundheit
Organisational Unit: Institute of Midwifery (IHB)
Publication type: Conference Poster
DOI : 10.3205/18dghwi15
10.21256/zhaw-3522
ISSN: 1612-3174
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/3434
Other identifiers : https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0183-18dghwi159
Published as part of the ZHAW project : Berufszufriedenheit Hebammen
Appears in Collections:Publikationen Gesundheit

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