Please use this identifier to cite or link to this item: https://doi.org/10.21256/zhaw-25050
Publication type: Book part
Type of review: Peer review (publication)
Title: Kollektivierungs- und Individualisierungseffekte
Authors: Bubenhofer, Noah
Dreesen, Philipp
et. al: No
DOI: 10.1515/9783110721447-009
10.21256/zhaw-25050
Published in: Diskurse – digital
Editors of the parent work: Gredel, Eva
Page(s): 173
Pages to: 190
Issue Date: 2022
Publisher / Ed. Institution: De Gruyter
Publisher / Ed. Institution: Berlin
ISBN: 978-3-11-072132-4
978-3-11-072144-7
Language: German
Subjects: Mediatisierung; Digitalisierung; Systemtheorie; Diskurstheorie
Subject (DDC): 302.23: Media
401.4: Terminology, discourse analysis, pragmatics
Abstract: Die Digitalisierung der Gesellschaft verändert gleichermaßen Prozesse der Konstruktion des Selbst und der Konstruktion von Gemeinschaften. Dies zeigt sich beispielsweise darin, dass Personen sowohl eine digitale Präsenz als klassische Website des Webs 1.0 als auch eine digitale Präsenz in den Medien des Webs 2.0 unterhalten können. Diese Konstruktion des Selbst liegt allerdings nicht ausschließlich in den Händen des jeweiligen Individuums, z. B. indem es sein Facebook-Profil aktuell hält. Die Konstruktion des Selbst geschieht auch dadurch, dass die Digitalisierung in Form von verdatetem Handeln das individuelle und gesellschaftliche Handeln komplett durchdringt, indem beispielsweise laufend Datenspuren hinterlassen werden. In diesem Sinn lässt sich von einem digitalen Selbst sprechen. Auch die Konstruktion von Gemeinschaften verläuft in der digitalen Gesellschaft in veränderter Form: Einerseits spielen digitale Medien in traditionellen Gemeinschaften wie Familien, Freundeskreisen etc. eine zentrale Rolle bei der Vergemeinschaftung. Andererseits bieten digitale Medien neue Formen der Vergemeinschaftung, die sich in an gemeinsamen Themen orientieren (z. B. in Online-Foren) oder die sich als Ergebnis digitalen Handelns von Individuen ergeben (z. B. durch algorithmische Vernetzung). Grund für diese Veränderungen ist die „tiefgreifende Mediatisierung“ der Gesellschaft. Auf Basis dieser Diagnose kann nun abgeleitet werden, welche Konsequenzen dies für die Analyse digitaler Diskurse zeitigt. Wir schlagen im Folgenden vor, Kollektivierungs- und Individualisierungseffekte als analytische Dimension aufzufassen, die zentrale Aspekte der sozialen Ausprägung von Digitalität eröffnen. Ziel ist es, die soziologische Diagnose an eine linguistisch fundierte Analyse von Diskursen anschlussfähig zu machen.
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/25050
Fulltext version: Published version
License (according to publishing contract): CC BY-ND 4.0: Attribution - NoDerivatives 4.0 International
Departement: Applied Linguistics
Organisational Unit: Institute of Language Competence (ILC)
Appears in collections:Publikationen Angewandte Linguistik

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