Please use this identifier to cite or link to this item: https://doi.org/10.21256/zhaw-22895
Publication type: Bachelor thesis
Title: Regionale Typologie der Quellfluren im Parc Ela (Graubünden, Schweiz)
Authors: Seiler, Hallie Frances
Advisors / Reviewers: Dengler, Jürgen
Billeter, Regula
DOI: 10.21256/zhaw-22895
Extent: 42
Issue Date: 2021
Publisher / Ed. Institution: ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Publisher / Ed. Institution: Winterthur
Language: German
Subjects: Helokren; Quellen; Montan; Moose; Numerische Klassifikation; Parc Ela; Pflanzensoziologie; Quellflur; Regionale Typologie; Rheokren; Schweiz; Subalpin; Bryophytes; Springs; Helocrene; Montane; Numerical classification; Parc Ela; Phytosociology; Spring; Flora; Regional typology; Rheocrene; Subalpine; Switzerland
Subject (DDC): 333: Economics of land and resources
Abstract: Die Quell-Lebensräume Mitteleuropas sind kleine, beinahe zeitlose Inselbiotope mit hohem ökologischem Wert. Obwohl sie starkem Nutzungsdruck unterliegen, besitzen sie noch keinen umfassenden Schutzstatus in der Schweiz; zudem ist die syntaxonomische Klassifikation der Quellvegetation voller Kontroversen. Der Wunsch des Parc Ela (Kanton Graubünden, östliche Schweizer Alpen), ein Schutzkonzept für ihre Quellfluren zu entwickeln, sowie die Erstellung eines nationalen Verzeichnisses der Quell-Lebensräume im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt BAFU, geben Anstoss für diese Arbeit. Im Parc Ela wurden 60 Vegetationsaufnahmen (inkl. Moose) von je 1 m² Fläche bei zwanzig Quellen gemacht, vom montanen Talboden bis knapp in die alpine Zone. Mittels einer «unsupervised» Klassifikation mit TWINSPAN wurden ad hoc Vegetationstypen definiert, um die lokale Variabilität zu beschreiben und Vergleiche mit internationalen Klassifikationen zu ermöglichen. Eine DCA-Ordination und diverse lineare Modelle ermöglichten eine Beurteilung der Umweltgradienten. Der Artenreichtum der Aufnahmen ist verglichen mit ähnlichen Studien hoch (Gesamtartenzahl 264, Mittelwert 21.7 Arten pro m2). Die Artenzahl der Aufnahmen nimmt bei einer Zunahme des pH und Sauerstoffsättigung des Quellwassers signifikant ab, was vermutlich durch die limitierenden Effekte der Kalksinterbildung und starke Schüttung zu erklären ist. Die zwei wichtigsten Umweltgradienten für die Artenzusammensetzung waren Meereshöhe/Leitfähigkeit und Beschattung/Quellwasser-pH/Bodenreaktion. Aus der numerischen Klassifikation ergeben sich sieben gut bis schwach charakterisierte Vegetationstypen, welche teilweise starke Abweichungen von Syntaxa aus der Literatur aufweisen. Alle Offenland-Quellen, inkl. jener auf basenarmem Grundgestein, können zu einem breit gefassten Cratoneurion commutati Koch 1928 zugeteilt werden, wobei eine deutliche Auftrennung nach Meereshöhe und Leitfähigkeit des Quellwassers festzustellen war. Die Kalksinterquellen waren floristisch nicht stark von anderen basenreichen Quellen unterscheidbar. Die Waldquellen unterscheiden sich in der Bodenreaktion und im Sauerstoffgehalt des Quellwassers, und können in das basenärmere Caricion remotae Kästner 1941 und das basenreichere Lycopodi europaei-Cratoneurion commutati Hadač 1983 aufgeteilt werden. Da eine gewisse Bedrohung dieser wertvollen Lebensräume im Park durch anthropogenen Einfluss festzustellen ist, werden konkrete Schutzmassnahmen empfohlen, am wichtigsten die Anpassung der Alpwirtschaft und Sensibilisierung der Forstbetriebe.
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/22895
License (according to publishing contract): CC BY 4.0: Attribution 4.0 International
Departement: Life Sciences and Facility Management
Appears in collections:Bachelorarbeiten Umweltingenieurwesen

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