Publikationstyp: Beitrag in wissenschaftlicher Zeitschrift
Art der Begutachtung: Peer review (Publikation)
Titel: Risikofaktoren für Stürze und sturzbedingte Verletzungen im Akutspital : eine retrospektive Fall-Kontroll-Studie
Autor/-in: Müller, Rita
Halfens, Ruud
Schwendimann, René
Müller, Marianne
Imoberdorf, Reinhard
Ballmer, Peter E.
DOI: 10.1024/1012-5302.22.6.431
Erschienen in: Pflege
Band(Heft): 22
Seiten: 431
Seiten bis: 441
Erscheinungsdatum: 2009
Verlag / Hrsg. Institution: Hogrefe
ISSN: 1012-5302
1664-283X
Sprache: Deutsch
Schlagwörter: Accidental falls; Aged, 80 and over; Case-control studies; Data collection; Diagnosis-related groups; Nursing administration research; Retrospective Studies; Risk assessment; Secondary prevention; Switzerland; Wounds and injuries; Risk management
Fachgebiet (DDC): 610: Medizin und Gesundheit
Zusammenfassung: Falls in patient are a major problem in acute care institutions because of direct and indirect consequences. The objectives of the present retrospective case control study were to explore predictors of falls and fall-related injuries in hospitalised patients in a department of internal medicine at a Swiss acute care hospital. The sample included 228 hospitalised patients with a fall and 228 patients without a fall as control subjects, matched by age, gender and medical diagnosis. The cases were further analysed, whereby injured patients were compared with uninjured ones. Data were obtained from patient records and the hospital information system (HIS). Patients with a previous fall, mobility disorders, altered cognition, altered urinary and fecal excretions, intake of sedativa or other psychotropic drugs, a higher amount of comorbidities and case mix, as well as a prolonged length of stay were significantly more frequent in the cases than in the controls. Patients with falls and controls showed no differences in terms of impaired vision, intake of five and more medications, or diuretica. Analysis by logistic regression revealed mobility disorder (OR 5,2; 95 % VI 2.39-11.44) and altered excretions (OR 1,8; 95 % VI 1.02-3.31) as significant main effects and there also were significant interactions between previous falls, intake of sedativa or other psychopharmaca and altered cognition. No difference could be seen in any variable between patients with a fall-related injury and no injury. Therefore a predictive profile could be found for patients at risk to fall which might be helpful for further prevention strategies. However, no predictive marker for fall-related injuries could be defined in the present study.
Stürze von Patienten sind im Akutspital häufige Ereignisse und problematisch wegen direkter und indirekter Folgen. Ziel der Studie war es, vorhersagbare Risikofaktoren für Stürze und sturzbedingte Verletzungen bei Patienten einer akut-medizinischen Klinik in der Schweiz durch eine retrospektive Fall-Kontroll-Studie zu finden. Die Fallgruppe beinhaltete 228 gestürzte Patienten und die Kontrollgruppe 228 nicht gestürzte Patienten, welche gemäß Geschlecht, Alter und medizinischer Diagnose paarweise übereinstimmten. Eine weitere Analyse der Fallgruppe verglich verletzte mit unverletzten Patienten. Die Daten sind der Patientenakte und dem Hospital Information System (HIS) entnommen. In der Fallgruppe waren Patienten mit einem früheren Sturz, einer Mobilitätsstörung, veränderter Kognition, veränderter Urin- und Stuhlausscheidung, Einnahme von Sedativa oder anderer Psychopharmaka, einer höheren Anzahl von Nebendiagnosen und einem höheren Casemix sowie einer längeren Hospitalisationsdauer signifikant häufiger zu beobachten als in der Kontrollgruppe. Keine Unterschiede zeigten die Patienten der Fall- und Kontrollgruppe in Bezug auf Sehstörung, Einnahme von fünf und mehr Medikamenten sowie der Einnahme von Diuretika. Mithilfe einer logistischen Regressionsanalyse konnten Mobilitätsstörung (OR 5,2; 95 % VI 2,39–11,44), veränderte Ausscheidung (OR 1,8; 95 % VI 1,02–3,31) sowie Wechselwirkungen zwischen einem früheren Sturz, einer veränderten Kognition, der Einnahme von Sedativa oder Psychopharmaka als wichtige Einflussgrößen für die Wahrscheinlichkeit eines Sturzes ermittelt werden. Hingegen konnte zwischen verletzten und nicht verletzten Patienten bei keiner der untersuchten Variablen ein signifikanter Unterschied festgestellt werden. Demzufolge konnte also ein prädikatives Profil für sturzgefährdete Patienten gefunden werden, welches hilfreich für die Sturzprävention ist. Hingegen bleibt die Frage nach Risikofaktoren für sturzbedingte Verletzungen unbeantwortet.
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/13364
Volltext Version: Publizierte Version
Lizenz (gemäss Verlagsvertrag): Lizenz gemäss Verlagsvertrag
Departement: School of Engineering
Organisationseinheit: Institut für Datenanalyse und Prozessdesign (IDP)
Enthalten in den Sammlungen:Publikationen School of Engineering

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