Title: "Sprechen Sie Schweizerisch?" : Sprachförderung im Fokus der neoliberalen Integrationspolitik in der Schweiz
Authors : Suter Reich, Virginia
Conference details: Swiss Sociological Association Congress 2015 - “Collective Dynamics, Social (De-)Regulation and Public Spheres”, Lausanne, June 3-5, 2015
Issue Date: 4-Jun-2015
License (according to publishing contract) : Licence according to publishing contract
Type of review: Not specified
Language : German
Subjects : Neoliberale Politik; Fide; Sprachförderung; Integrationspolitik
Subject (DDC) : 320: Politics
400: Language, linguistics
Abstract: Seit den 1990er Jahren ist die Meinung weit verbreitet, dass Sprache und somit die Sprachförderung ein zentrales Kriterium für eine erfolgreiche Integration von Migrantinnen und Migranten darstellt. Nicht nur die  Eidgenössische Kommission für Ausländerfragen EKA (heute EKM) forderte in ihren Berichten der 1990er Jahre Massnahmen zur Sprachförderung, sondern auch der Bundesrat wies in seiner Botschaft von 1996 zum neuen Integrationsartikel 25a im Bundesgesetz über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer ANAG auf die zentrale Bedeutung des Erwerbs von Sprachkenntnissen hin. 1998 reichte der CVP-Nationalrat Peter Bircher eine Motion zur “Förderung der Sprachkenntnisse” ein, mit welcher er auf der nationalen politischen Bühne eine Metapher platzierte, die im Nachhinein zum Gemeinsinn avancieren sollte: “Sprache als Schlüssel zur Integration”. Heute, knapp zwanzig Jahre später, verfügt die Schweiz mit dem Projekt „fide“ über ein offizielles Rahmenkonzept für die sprachliche Integration von Migrantinnen und Migranten.   Im vorliegenden Paper soll die These aufgeworfen werden, dass die Etablierung einer offiziellen Politik der Sprachförderung für Migrantinnen und Migranten zum Wandel in der Schweizerischen Integrationspolitik beigetragen hat: Seit den 1990er Jahren ist in der Schweizerischen Integrationspolitik auf Bundesebene wie auch in den Kantonen eine Verschiebung von einer tendenziell multikulturalistischen Perspektive hin zu einer neoliberalen Integrationssteuerung zu beobachten, wobei die Unterstützung durch intermediäre Strukturen wie diejenigen der Migrantenorganisationen an Bedeutung verloren haben und an deren Stelle die Kontrolle über das Individuum gerückt ist.   Ethnographische Vignetten, basierend auf der Antragspraxis von alevitischen Migrantenorganisationen zur Teilhabe am Integrationskredit des Bundes, sollen die zentralen Punkte der Argumentation verdeutlichen.
Further description : Tagungsreferat, Workshop "Paradoxes of Migrants' Integration in Switzerland"
Departement: Applied Linguistics
Organisational Unit: Institute of Language Competence (ILC)
Publication type: Conference Other
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/11282
Appears in Collections:Publikationen Angewandte Linguistik

Files in This Item:
There are no files associated with this item.


Items in DSpace are protected by copyright, with all rights reserved, unless otherwise indicated.