Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: https://doi.org/10.21256/zhaw-3917
Titel: Antibiotikaresistenzen auf die Agenda! : Schlussbericht zur anwendungsorientierten Erforschung von Mustern der sprachlichen Verständigung im öffentlichen Diskurs über Antibiotikaresistenzen mittels digitaler Daten
Autor/-in: Borghoff, Birgitta
Stücheli-Herlach, Peter
Umfang: 45
Verlag / Hrsg. Institution: ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Verlag / Hrsg. Institution: Winterthur
Erscheinungsdatum: 17-Jul-2018
Lizenz (gemäss Verlagsvertrag): Lizenz gemäss Verlagsvertrag
Sprache: Deutsch
Schlagwörter: Antibiotikaresistenz; Gesundheitspolitik; Öffentliche Kommunikation; Diskurslinguistik; Korpuslinguistik; Antibiotic resistance; Health policy; Public communication; Discourse linguistics; Corpus linguistics
Fachgebiet (DDC): 302: Soziale Interaktion
401.4: Lexikologie und Terminologie
Zusammenfassung: Wichtige Anmerkung: Das hier vorliegende Projektdokument vom 17.7.2018 ist eine Vorversion des Schlussberichts zur situativen Analyse öffentlicher Diskurse über Antibiotikaresistenzen mittels digitaler Daten 2017–2018. Der Bericht dokumentiert die Ergebnisse der deutschsprachigen Diskursanalyse. Der Schlussbericht (inhaltlich ergänzte und bearbeitete, zweisprachige Neufassung) vom 4.4.2019 beinhaltet die Ergebnisse der deutsch- und französischsprachigen Diskursanalyse und kann unter https://doi.org/10.21256/zhaw-5555 heruntergeladen werden. Management Summary: Mit der Diskursanalyse zur Nationalen Strategie Antibiotikaresistenzen (StAR) für das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat der Forschungsbereich Organisationskommunikation und Öffentlichkeit (OKOE) der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) Muster der sprachlichen Verständigung im öffentlichen Diskurs über Antibiotika und Antibiotikaresistenzen untersucht. Berücksichtigt wurden öffentlich zugängliche Webtexte von Akteuren aus Politik, Medien, Industrie und Wissenschaft. Wiederkehrende Muster der Verständigung im öffentlichen Diskurs bilden die sprachliche Form des "common sense" zu einem Thema, der eine wichtige Bezugsgrösse für Kommunikations- und Sprachstrategien ist. Die Analyse erfolgte zunächst explorativ, um die "kommunikative Infrastruktur" des Diskursbereichs identifizieren zu können, wie sie sich seit 2013 präsentiert. Im Zentrum der anschliessenden quantitativen und qualitativen Analyse stand ein Korpus mit 1.9 Mio. Texten bzw. 839 Mio. Wörtern von 133 Webquellen jener Organisationen, die für den StAR-Diskurs zusammen mit dem Auftraggeber als relevant eingestuft worden sind. Die Analyse zeichnet das Bild eines behördenspezifischen, vielschichtigen, aber schwach ausgeprägten Diskurses über Antibiotikaresistenzen, der als ein Spezialthema neben anderen Top-Themen unter den untersuchten Akteuren betrachtet werden kann (wie beispielsweise das allgemeine Thema "Krankheiten/Behandlungen"). Die journalistische Berichterstattung zu Antibiotika(resistenzen) ist deutlich bezogen auf Ereignisse und behördliche Informationsangebote.Einzelne Akteure werden im Diskurs sehr unterschiedlich genannt (zitiert, referenziert, erwähnt usw.) Zu den "Stars" zählen häufig genannte Akteure wie der Bundesrat, das BAG und weitere Bundesämter, die internationale World Health Organization (WHO), Swissmedic oder die Universität Zürich. Als "Repräsentanten" gelten Akteure, die häufig auf andere Akteure verweisen, wie bspw. die Basellandschaftliche Zeitung oder 20 Minuten. Santésuisse, SVP und die Unispitäler Basel und Zürich zählen als sogenannte "Relais" zu jenen Akteuren, die sowohl häufig genannt werden also auch andere Akteure häufig nennen. Der Diskurs erzählt zu vom BAG ausgewählten, wichtigen Such- und Schlüsselwörtern (wie „Antibiotika/-resistenzen“, „Forschung“, „Patienten“, „Wirkungen“ u. a.) differenzierte Geschichten, dies bspw. über die Bedeutung der Patientenverantwortung, über unterschiedliche Wirkungen und die Entwicklung (alternativer) Diagnose-, Behandlungs- und Therapieverfahren sowie die Relevanz, Forschende entsprechend zu fordern, vernetzen und motivieren. Die Ergebnisse zeigen, dass ein deutlich fachsprachlich gekennzeichneter "Spezialdiskurs" über Antibiotika(resistenzen) stattfindet, der künftig stärker und gezielter in übergreifende thematische Felder (wie Krankheiten, Umwelt usw.) eingebettet werden sollte und könnte, um Kommunikationsziele von StAR zu erreichen. Dabei wäre auf die Entwicklung eines dafür geeigneten, bürgerfreundlichen Vokabulars zu achten. Während im Diskurs "Kontroversen" über Antibiotika/Antibiotikaresistenzen geführt werden, fehlt eine breite "Diskurskoalition", die sich auf ein allgemein verständliches Symbol für das Grundanliegen von StAR beziehen könnte. Der bisher dafür gewählte Begriff "One Health" hat sich nicht durchsetzen können. Die Ergebnisse der Diskursanalyse sind greifbar und nutzbar in interaktiven Visualisierungen (so genannten Diskurs-Maps). Auf deren Basis können Chancen und Risiken sowie konkrete Empfehlungen abgeleitet werden für verschiedene Handlungsfelder des strategischen Kommunikationsmanagements.
Departement: Angewandte Linguistik
Organisationseinheit: Institut für Angewandte Medienwissenschaft (IAM)
Publikationstyp: Working Paper – Gutachten – Studie
DOI: 10.21256/zhaw-3917
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/8772
Enthalten in den Sammlungen:Publikationen Angewandte Linguistik

Dateien zu dieser Ressource:
Datei Beschreibung GrößeFormat 
20180717_schlussbericht_BAG-StAR_borg_stue.pdfAntibiotikaresistenzen auf die Agenda! - Schlussbericht zur Diskursanalyse2.56 MBAdobe PDFMiniaturbild
Öffnen/Anzeigen


Alle Ressourcen in diesem Repository sind urheberrechtlich geschützt, soweit nicht anderweitig angezeigt.