Title: Sterben am Lebensanfang
Authors : Frank, Franziska
Maurer, Franziska
Pehlke-Milde, Jessica
Fleming, Valerie
Published in : Gesundheitswesen
Volume(Issue) : 79
Pages : 1
Pages to: 5
Publisher / Ed. Institution : Georg Thieme
Publisher / Ed. Institution: Stuttgart
Issue Date: 27-Jan-2017
License (according to publishing contract) : Licence according to publishing contract
Type of review: Peer review (Publication)
Language : German
Subjects : Intrauteriner Kindstod; Perinataler Kindstod; Entscheidungsfindung; Palliative Care; Stillbirth; Perinatal death; Decision making and birth; Palliative care
Subject (DDC) : 618: Gynecology, obstetrics and midwifery
Abstract: Ziele: Nach Mitteilung einer mit dem Leben nicht zu vereinbarenden Diagnose des Kindes, werden Eltern mit der Entscheidung konfrontiert, die bereits weit fortgeschrittene Schwangerschaft vorzeitig zu beenden oder das Kind auszutragen, bis es spontan während der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt verstirbt. Diese meistens vollkommen überraschende Situation ist von der Unausweichlickeit des Verlustes geprägt und eng mit ethisch schwierigen Entscheidungen verknüpft. Ein solcher Verlust kann die psychische Gesundheit betroffener Eltern massiv belasten. Studien zeigen, dass bedürfnisorientierte Begleitung die Eltern entlastet, unabhängig von ihrer Entscheidung, die Schwangerschaft frühzeitig zu beenden oder fortzuführen. Ziele der Studie sind, das Unterstützungsangebot in der Schweiz aus Sicht betroffener Eltern und beteiligter Fachpersonen zu beleuchten und Entwicklungsmöglichkeiten der Versorgung aufzuzeigen. Dieser Artikel schildert die auf den Erfahrungen der Eltern basierenden Ergebnisse. Methodik: Interviews wurden mit 32 Müttern und Vätern zwischen Dez. 2012 und März 2014 geführt, verbatim transkribiert und thematisch analysiert. Ergebnisse: Es wurden 6 Themen identifiziert, die sich über den Zeitraum zwischen Diagnose und kurz nach der Geburt erstrecken: „Schock“, „Optionen und Dilemmas“, „Verantwortung übernehmen“, „Immer noch schwanger sein“, „Abschied nehmen“ und „die Zukunft planen“. Die Ergebnisse weisen auf Lücken bezüglich Kontinuität und Qualität der Versorgung hin und offenbaren unterschiedliche Sichtweisen auf die Problematik. Schlussfolgerung: Die Studie liefert wertvolle Einsichten in die Erfahrungswelt und Versorgungsbedürfnisse von Eltern, die während der Schwangerschaft mit einer letalen fötalen Diagnose konfrontiert worden sind. Die Resultate tragen dazu bei, die aktuellen Praktiken von involvierten Fachpersonen zu überdenken und den spezifischen Bedürfnissen der Eltern während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett sowie der Palliativpflege des Kindes anzupassen.
Departement: Gesundheit
Organisational Unit: Institute of Midwifery (IHB)
Publication type: Article in scientific Journal
DOI : 10.1055/s-0042-116316
ISSN: 0941-3790
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/4130
Published as part of the ZHAW project : Sterben am Lebensanfang
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