Title: „Der Alltag verändert sich“ : wie hör- und sehbeeinträchtigte Personen ihren veränderten Alltag erleben
Authors : Händler-Schuster, Daniela
Zigan, Nicole
Imhof, Lorenz
Conference details: 12. Gemeinsamer Österreichisch-Deutscher Geriatriekongress, 57. Kongress der Österreichischen Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie: „Geriatrie – Wissen und Forschung für ein gelingendes Alter(n)“, ÖGGG, DGG, DGGG, SFGG, SGG, Wien, 20.-22. April 2017
Issue Date: 2017
Language : Deutsch / German
Subjects : IPF
Subject (DDC) : 305: Soziale Gruppen
362: Gesundheits- und Sozialdienste
Abstract: Hintergrund Eine Hörbeeinträchtigung mit einem gleichzeitigen Verlust des Sehens ist besonders bei den über 70-Jährigen anzutreffen. Bisher liegen kaum verlässliche Erkenntnisse über die Alltagssituation von zuhause lebenden älteren hör- und sehbeeinträchtigten Menschen vor, wie diese ihre Alltagssituation erleben und sich an ein verändertes Hören und Sehen im Alltag anpassen. Die Planung von Pflegeberatungsangebote sowie gezielte Evaluationen von Pflegehandlungen sind erschwert. Methoden Es wurde ein an der Grounded Theory orientiertes qualitatives Verfahren gewählt, ergänzt um ein quantitatives Verfahren. 46 Personen (78.4 ± 5.3 Jahre) wurden zu ihrer Alltagssituation befragt. Anhand eines Fragebogens wurden Angaben zur Alltagsbewältigung erfasst. Ergebnisse Der chronologische Ablauf der Neugestaltung des Hörens lässt sich in einem Drei-Stufen-Modell beschreiben: 1. «Der Alltag verändert sich»; 2.«Sich mit der Veränderung des Hörens auseinandersetzen»; 3.«Das neue Hören integrieren». Die Ergebnisse zeigen, dass die Betroffenen im Rahmen des Verarbeitungsprozesses ihrer Hör- und Sehbeeinträchtigung alle drei Stufen durchlaufen, welche jeweils mit der Kernkategorie «Kommunizieren können» eng in Verbindung stehen. Der Alltag verändert sich vor allem durch die Veränderungen in der Hörfähigkeit. Häufig wird die Hörbeeinträchtigung erst durch die Reaktionen des Umfeldes abgeklärt. Schlussfolgerungen Anhand ihrer Kompetenzen in der vertieften Pflegepraxis können Pflegefachpersonen ein Hörscreening durchführen, welches dazu beitragen kann, die Diagnose-Unsicherheit bei Hörbeeinträchtigten zu verringern. Pflegefachpersonen können Betroffene und ihre Angehörigen im Hinblick auf den Umgang mit Hilfsmitteln gezielt beraten.
Departement: Gesundheit
Organisational Unit: Institut für Pflege (IPF)
Publication type: Konferenz: Sonstiges / Conference Other
Type of review: Keine Angabe / Not specified
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/3955
License (according to publishing contract) : Lizenz gemäss Verlagsvertrag / Licence according to publishing contract
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