Publication type: Conference other
Type of review: Peer review (abstract)
Title: Do it yourself : möglichst wirksam: die Bedeutung von Resilienz bei Menschen mit Multipler Sklerose und Alltagshilfen im Kontext ergotherapeutischen Handelns
Authors: Glässel, Andrea
Gretz, Livia
et. al: No
Published in: Neurologie & Rehabilitation
Proceedings: Neurorehabilitation im demografischen Wandel : Abstracts der Symposien, Sessions der Berufsverbände, Workshops und Kurzvorträge
Volume(Issue): 26
Issue: 4
Conference details: 8. Gemeinsame Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurorehabilitation e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Neurotraumatologie und Klinische Neurorehabilitation e.V., online, 10.-12. Dezember 2020
Issue Date: Dec-2020
Publisher / Ed. Institution: Hippocampus
ISSN: 0947-2177
1869-7003
Language: German
Subjects: Alltagshilfen; Multiple Sklerose; PatientInnen mit Multipler Sklerose; Reslienz
Subject (DDC): 616.8: Neurology, diseases of nervous system
Abstract: Einleitung: Bei der Resilienz handelt es sich um die Fähigkeit schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen. Sie ist eine psychische Widerstandskraft und wird als personenbezogener Faktor verstanden. Die Fallanalyse zeigt Aspekte von Resilienz und Selbstwirksamkeit einer Person mit Multipler Sklerose (MS) exemplarisch auf und versucht diese innerhalb der Ergotherapie mittels theoretischer Konzepte zu kontextualisieren. Die Betätigung mit Bezug auf Resilienz steht dabei als ergotherapeutisches Leitkonzept im Mittelpunkt. Inhalt und Ziel: Ziel dieser Arbeit ist die Vermittlung von der Theorie der Resilienz hin zu einem konkreten ergotherapeutischen Bezug praxisrelevanter Alltagshilfen. Dabei steht die Frage im Zentrum, welche Bedeutung die Anfertigung von Alltagshilfen für die befragte Person einnehmen – ob und ggf. wie sie Resilienz und damit verbundene Widerstandskraft und Selbstwirksamkeit gegen die MS unterstützen, insbesondere bei einem chronisch-progredienten Verlauf der Erkrankung. Der Fokus liegt auf dem Portrait der Lebenswelt des Befragten und auf selbstangefertigten Alltagshilfen, welche im Leben des Porträtierten eine wichtige Rolle einnehmen. Dieses praxisbezogene Wissen soll mittels einer Video-Dokumentation an Betroffene und Interessierte weitergegeben werden. Durch die Erfahrungen und den direkten Einbezug eines Betroffenen mit MS ist die Vermittlung im Sinne «von Menschen mit Behinderung für Menschen mit Behinderung» konzipiert, um die öffentliche Wahrnehmung für das Thema und Handlungsfeld Ergotherapie zu sensibilisieren und zu schärfen. Material/Methode: Zweistufiges Studiendesign anhand einer a) qualitativen Fallanalyse basierend auf zwei semi-strukturierten Interviews mit einem an MS erkranktem Interviewpartner mit vorgelagerter Literaturrecherche zur Erstellung des Leitfadens. Das Anfertigen der Alltagshilfen wird aus ergotherapeutischer Sicht auf der Grundlage wörtlicher Transkripte und qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet, zur Internationalen Klassifikation für Funktionsfähigkeit, Gesundheit und Behinderung (ICF) verknüpft und in den theoretischen Rahmen der Betätigung eingebunden. Im zweiten Teil b) Entwicklung eines Storyboards als Grundlage für ein Video, das den ergotherapeutischen Anwendungsbezug zur Herstellung selbst entworfener Alltagshilfen aufgezeigt. Der Interviewpartner dokumentiert eine alltagsnahe «Anleitung», die es anderen Personen ermöglicht, zwei einfache Alltagshilfen (Greifhilfen) selbst herzustellen. Um diesen Beitrag einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, soll das Video Ende 2020 im Internet veröffentlicht werden. Ergebnisse: Wie in den beiden Interviews (je 90 Minuten), erkennbar wurde ist die Förderung der Resilienz ein wichtiger Kern ergotherapeutischen Handelns. Anhand der qualitativen Analyse zur Resilienz mit Bezug zur ICF, lässt sich erkennen, dass der Befragte mit der gezeigten Lösungsorientierung und z.B. im ICF-Kapitel d1 Lernen und Wissensanwendung im täglichen Leben profitiert. Der Film ist gegenwärtig in Entwicklung und zeigt anschaulich, wie aktive Betätigung die Resilienz der gezeigten Person unterstützen kann. Diskussion: Aus dieser qualitativen Fallanalyse wird erkennbar, dass die Befähigung und die grösstmögliche Autonomie der Klienten, welche sich in gezielter Handlung wie hier in der Anfertigung der Alltagshilfen erleben, die positive Eigenwahrnehmung und somit dessen Selbstwirksamkeit und Resilienz im ganzheitlichen Kontext stärken. Weitere quantitative Anschlussforschung ist erforderlich.
URI: https://www.dgnr-dgnkn-tagung.de/
https://dgnr-dgnkn-digital.de/fileadmin/pdf/abstracts-gemeinsame-jahrestagung-2020.pdf
https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/21145
Fulltext version: Published version
License (according to publishing contract): Licence according to publishing contract
Departement: Health Professions
Organisational Unit: Institute of Health Sciences (IGW)
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