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Publication type: Master thesis
Title: Goodwill Impairment nach IFRS : Earnings Management bei Schweizer Unternehmen
Authors: Bayer, Manuel
Advisors / Reviewers: Hüppin, Ursina
Huber, Jean-Marc
DOI: 10.21256/zhaw-19567
Extent: 89
Issue Date: 2019
Publisher / Ed. Institution: ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Publisher / Ed. Institution: Winterthur
Language: German
Subject (DDC): 658.1: Organization and finance
Abstract: Mit der Neueinführung von IFRS 3 im Jahr 2003 wurde die planmässige Abschreibung des Goodwills durch den «Impairment-only-Ansatz» abgelöst. Der Goodwill charakterisiert sich durch eine unbestimmte wirtschaftliche Lebensdauer. Aus theoretischer Sicht führt eine präzise und regelmässige Überprüfung des Goodwills zu einer besseren Abbildung des Wertverbrauches. Die Anwendung des Impairment-Tests bringt aber erhebliche Ermessensspielräume mit sich. Der Ausgang des Impairment-Tests hängt von subjektiven Einschätzungen ab, wie etwa zu den künftigen Cashflows oder dem Diskontierungssatz. Dies führte die Kritik herbei, dass Manager den Impairment-Test für bilanzpolitische Zwecke missbrauchen können. Anknüpfend an bestehende Studien untersuchte die vorliegende Arbeit, ob börsenkotierte Schweizer Unternehmen Goodwill Impairments als Instrument für Earnings Management nutzen. Dazu wurden 50 Unternehmen über den Zeitraum von 2011-2017 auf Einflussfaktoren im Hinblick auf die Impairmententscheidung und den Impairmentbetrag statistisch untersucht. Neben den Earnings Management Faktoren berücksichtigen die entwickelten Modelle die Einflüsse von ökonomischen Variablen sowie Merkmalen der Corporate Governance. Die Impairmentvornahme wies einen signifikanten Zusammenhang mit dem CFO-Wechsel auf. Aus Earnings Management Anreizen setzt ein CFO Impairments auf den Beginn der Amtszeit an, um den reduzierten Gewinn dem Vorgänger anzulasten. Weiter deuten die Ergebnisse auf den Gebrauch von «Big Bath Accounting» hin. Die untersuchten Schweizer Unternehmen nahmen in überdurchschnittlich «schlechten» Jahren signifikant häufiger Goodwill Impairments vor. Das Big Bath Accounting zielt auf die Wahrnehmung der Investoren ab, die bei Unterschreitung ihrer Erwartungen zusätzliche Verluste unterproportional bewerten. Eine Gewinnglättungsstrategie mittels Goodwill Impairment ging im Gegensatz zu anderen Studien nicht aus den Ergebnissen hervor. Ferner legen die Ergebnisse nahe, dass ein hoher Verschuldungsgrad Earnings Management Verhalten reduziert. Eine erhöhte Fremdverschuldung geht vermutungsweise mit einer engeren Überwachung durch die Kreditgeber einher. Dies grenzt Spielräume für Earnings Management ein. Die wirtschaftliche Performance scheint keinen Einfluss auf die Impairmententscheidung bei Schweizer Unternehmen zu haben. Nur die Unternehmensgrösse als ökonomische Variable zeigte einen signifikanten Einfluss im Modell.
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/19567
License (according to publishing contract): CC BY-NC-ND 4.0: Attribution - Non commercial - No derivatives 4.0 International
Departement: School of Management and Law
Appears in Collections:MSc Accounting and Controlling

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