Please use this identifier to cite or link to this item: https://doi.org/10.21256/zhaw-18929
Title: Umgang mit Finanzkrisen aus makroökonomischer Sicht : USA und Europa im Vergleich
Authors : Fontana, Laura
Advisors / Reviewers : Ziegler, Suzanne
Extent : 66
Publisher / Ed. Institution : ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Publisher / Ed. Institution: Winterthur
Issue Date: 2019
License (according to publishing contract) : CC BY-NC-ND 4.0: Attribution - Non commercial - No derivatives 4.0 International
Language : German
Subject (DDC) : 332: Financial economics
Abstract: Vor rund zehn Jahren löste das Platzen der Immobilienblase in den USA eine Finanzkrise aus. Die Verbreitung von komplexen strukturierten Produkten ist der Grund dafür, dass mit hoch riskanten Hypothekarkrediten besicherte Wertpapiere weltweit in den Büchern der Banken auftauchten. Der Konkurs der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers löste schliesslich den weltweiten Kollaps des Finanzsystems aus. Seither sind die Regierungen und Zentralbanken in den USA und Europa damit beschäftigt, die teils verheerenden Auswirkungen der Krise auf die Finanz- und Realwirtschaft abzufedern. Obwohl die Ziele beider Kontinente die gleichen waren, nämlich die Stabilisierung des Finanzsystems und die Konjunkturankurbelung, scheint es Unterschiede in der Art und Weise zu geben, wie sie mit der Krise umgegangen sind und sich von ihr erholt haben. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Frage, worin die Unterschiede zwischen den USA und Europa im Umgang mit den Folgen der Finanzkrise lagen und inwieweit diese Ansätze zur unterschiedlich raschen Erholung des Finanzsektors beigetragen haben. Bei der Recherche halfen bestehende Sekundärliteratur sowie Desk Research. Zur Darstellung der Zwischenresultate wurden Übersichtstabellen erstellt. Die Nachforschungen ergaben, dass es lediglich Ähnlichkeiten in Bezug auf die kurzfristigen geldpolitischen Massnahmen sowie die Konjunkturprogramme zur Beendigung der Rezession gab. Grosse Unterschiede zeigen sich im Umgang mit den Geldern, die zur Rettung der Finanzbranche zur Verfügung gestellt wurden. Die USA stabilisierten den Bankenmarkt und schufen grössere Finanzinstitute als es sie vor der Krise gab. Europa verzichtete hingegen darauf, wettbewerbsfähige Einheiten und Strukturen zu bilden, sondern beschränkte sich auf die Rettung maroder Banken. Auch die Umsetzung der Regulierungsreform Basel III wurde anders umgesetzt. Während Europa ein one size fits all-Prinzip verfolgt, ersparen die USA den kleinen Banken strengere Vorschriften und konzentrieren sich auf die systemrelevanten Institute. Rund zehn Jahre nach der Finanzkrise haben die US-Banken einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber der europäischen Konkurrenz. Ausserdem profitieren die USA davon, dass sie mit Microsoft, Amazon, Apple, Google und Facebook die fünf weltweit wertvollsten Unternehmen der digitalen Wirtschaft besitzen. Mittlerweile hat die Fed bereits wieder begonnen, die Zinsen anzuheben, während in Europa immer noch die Null- oder sogar Negativzinspolitik verfolgt wird. Es scheint, als sei es den Amerikanern besser gelungen, die Krise zu bewältigen.
Departement: School of Management and Law
Publication type: Bachelor thesis
DOI : 10.21256/zhaw-18929
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/18929
Appears in Collections:BSc Betriebsökonomie

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