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dc.contributor.advisorKohler, Georg-
dc.contributor.advisorNowotny, Helga-
dc.contributor.authorMaranta, Alessandro-
dc.date.accessioned2019-03-20T14:20:52Z-
dc.date.available2019-03-20T14:20:52Z-
dc.date.issued2006-
dc.identifier.otherurn:nbn:ch:bel-294866de_CH
dc.identifier.urihttps://opac.nebis.ch/ediss/20060095.pdfde_CH
dc.identifier.urihttps://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/16170-
dc.description.abstractLaut der These von Jürgen Habermas in seinem Werk Faktizität und Geltung befindet sich der Rechtsstaat in einer Krise: Die Fortbildung des Rechts im Rahmen des Vollzugs durch die Verwaltungen ist häufig unzureichend legitimiert. Diese Krise wird an der Regulation von Technologien besonders deutlich. Die Abhandlung rückt die demokratietheoretisch bedeutsame Frage ins Zentrum, gemäss welchen Kriterien Sachverhalte für den Vollzug einer Rechtsnorm als rechtserheblich qualifiziert werden. Die Legitimationsprobleme betreffen folglich die epistemische Ausgestaltung des Rechts. Diesem epistemischen Aspekt des Rechts wird bislang in der politischen Philosophie, die sich auf die demokratische Legitimation der Rechtsnormen konzentriert, zuwenig Beachtung geschenkt (erster Teil). Die Rechtswirklichkeit wird vom Souverän gestaltet: demokratisch, indem Mehrheitsentscheide Rechtsnormen begründen; epistemisch, indem ein sachlich angemessener Vollzug des Rechts angestrebt wird. Für den Vollzug ist entscheidend, in welchen Handlungszusammenhang die Rechtsvorschrift gestellt wird. Bei Regulationen von Technologien genügt der technische Blickwinkel nicht, da das Recht nicht eine technische sondern eine gesellschaftliche Ordnung schützen soll. Die epistemische Souveränität ist daher mit Fachwissen allein nicht gesichert. Bezugspunkt des Vollzugs und damit der epistemischen Souveränität sind deshalb vielfältige praktische Zusammenhänge, die einer Technologie gesellschaftliche Wirklichkeit verleihen. Ausgehend von den Arbeiten von Mary Douglas sowie Luc Boltanski und Laurent Thévenot werden in diesem Sinne die epistemischen Aspekte des Rechts erörtert (zweiter Teil). Schliesslich werden allgemeine Kriterien für die Legitimität der Rechtsfortbildung im Vollzug begründet: Erstens gilt, dass für die Rechtswirklichkeit massgebliche Zusammenhänge nicht ausgeblendet werden dürfen. Aus diesem Grund genügt etwa eine rein technische Beurteilung des Vollzugs nicht. Zweitens dürfen Werte bei der effizienten Umsetzung von Rechtsnormen insoweit einfliessen, als sie Ausdruck einer verbreiteten und durch die Norm gestützten Werthaltung sind. Auch hier eröffnet sich ein erweiterter Spielraum gegenüber einer bloss sachtechnisch argumentierenden Rechtsfortbildung. Der Rechtsfortbildung sind aber Grenzen zu setzen. Denn drittens ist eine Änderung des Vollzugs nur dann zulässig (ohne vorausgehende Revision der Rechtsnormen), wenn nachher niemand über weniger Rechte in der Rechtswirklichkeit verfügt als vor der Anpassung des Vollzugs (zweiter und dritter Teil).de_CH
dc.format.extent332de_CH
dc.language.isodede_CH
dc.publisherUniversität Zürichde_CH
dc.rightsLicence according to publishing contractde_CH
dc.subjectTechnologiede_CH
dc.subjectPartizipationde_CH
dc.subjectDemokratiede_CH
dc.subjectGesellschaftde_CH
dc.subject.ddc340: Rechtde_CH
dc.titleRingen um epistemische Souveränität : zur politischen Theorie der Technologiegesellschaftde_CH
dc.typeDissertationde_CH
dcterms.typeTextde_CH
zhaw.departementRektorat und Ressortsde_CH
zhaw.organisationalunitRessort Lehrede_CH
zhaw.publisher.placeZürichde_CH
zhaw.originated.zhawNode_CH
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