Title: Das Hebammennetzwerk Familystart Zürich bringt Vorteile für Mütter, Spitäler und Hebammen
Authors : Grylka, Susanne
Iglesias, Carolina
Hollenstein, Eva
Angerer, Alfred
Erdin, Rebekka
Pehlke-Milde, Jessica
Conference details: 5. Winterthurer Hebammensymposium, Winterthur, 19. Januar 2019
Issue Date: 2019
License (according to publishing contract) : Licence according to publishing contract
Type of review: Peer review (Abstract)
Language : German
Subject (DDC) : 618: Gynecology, obstetrics and midwifery
Abstract: Hintergrund: Die Organisation einer Wochenbettbetreuung kann für Frauen mit Stress verbunden und teilweise sogar unmöglich sein. Die Suche nach einer Hebamme ist für Familien mit psychosozialen Belastungsfaktoren besonders schwierig. Familystart Zürich ist ein gemeinnütziger Verein und garantiert schwangeren Frauen und Müttern die Vermittlung einer Wochenbettbetreuung. Ziel: Evaluation der Leistungen von Familystart Zürich sowie des Nutzens der Angebote für Frauen, Spitäler und Hebammen. Methode: Die Studie wurde in vier Module unterteilt und es wurden quantitative und qualitative Methoden angewendet. Daten von n=13'241 Fällen der Statistik der frei praktizierenden Hebammen des Schweizerischen Hebammenverbandes wurden in die Analysen eingeschlossen. Zudem wurden Einzelinterviews mit Nutzerinnen und Verantwortlichen in den Spitälern sowie ein Fokusgruppeninterview mit Hebammen und Pflegefachfrauen geführt. Ergebnisse: Familystart Zürich vermittelt jährlich über 3'000 Familien eine Hebamme. Die Familystart-Nutzerinnen unterschieden sich signifikant von Zürcher Frauen, die selber eine Hebamme suchten, indem sie häufiger ausländische Staatsangehörige waren (68.4% vs. 41.3%, p<0.001), keine Berufsausbildung hatten (25.7% vs. 9.3%, p<0.001) und ihr Kind per Kaiserschnitt bekamen (42.4% vs. 34.2%, p<0.001). Die Angebote von Familystart Zürich bedeuteten für die Spitäler einen ökonomischen Mehrwert, der vor allem aus einem bis zu 85% reduzierten Aufwand für die Suche von Wochenbettbetreuungen in schwierigen Situationen bestand. Die Frauen waren grundsätzlich sehr zufrieden und den Hebammen ermöglichte die Mitarbeit im Netzwerk eine bessere Nutzung ihrer Ressourcen. Die Vereinsmitglieder wünschten sich jedoch mehr Unterstützung von Familystart Zürich im Schnittstellenmanagement mit den Spitälern und bei der Organisation von Dolmetschenden, die auch kulturell vermitteln können. Diskussion: Die Angebote von Familystart Zürich wurden rege genutzt und die Vermittlungsgarantie war gewährleistet. Mütter, Spitäler und Hebammen profitierten von den Dienstleistungen; Frauen, die selber nicht in der Lage gewesen wären, sich eine Wochenbettbetreuung zu organisieren, jedoch besonders. Familystart Zürich könnte zukünftig die Funktion einer Ombudsstelle für Rückmeldungen an die Spitäler übernehmen und sich für die Weiterqualifizierung der Vereinsmitglieder einsetzen.
Departement: Health Professions
Organisational Unit: Institute of Midwifery (IHB)
Publication type: Conference Other
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/15352
Published as part of the ZHAW project : Evaluation Familystart Zürich
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