Please use this identifier to cite or link to this item: https://doi.org/10.21256/zhaw-1343
Title: Offshore Outsourcing im Dienstleistungssektor
Authors : Staiger, Jeannette
Advisors / Reviewers : Heim, Edgar
Publisher / Ed. Institution : ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Issue Date: 2017
Language : Deutsch / German
Subject (DDC) : 658.4: Leitendes Management
Abstract: Die Auswirkungen der Globalisierung drängen Unternehmen in einen fortwährenden Konkurrenzdruck. Hinzu kommen Faktoren wie die Digitalisierung und die Automatisierung, die den Wettbewerb verschärfen. Der Kostendruck zwingt Unternehmen, sich dem aktuellen Markt durch neue Geschäftsmodelle anzupassen. Um Wettbewerbsvorteile zu erzielen, bietet sich das Outsourcing an. In den letzten drei Jahrzehnten haben sich Ökonomen sowohl in Praxisstudien als auch theoretisch intensiv mit dem Thema beschäftigt. Die Automobilindustrie hat das Outsourcing perfektioniert und ist dem Dienstleistungssektor vorausgeeilt. Dieser hat inzwischen aufgeholt, jedoch weist die Literatur nach wie vor deutlich mehr Studien aus der verarbeitenden Industrie auf. Die vorliegende Arbeit fokussiert sich daher auf den Dienstleistungssektor. Es wird untersucht, welche Prozesse in welche Länder ausgelagert werden und wo die Vor- und Nachteile bzw. Chancen und Risiken von Outsourcing liegen. Die Arbeit beruht auf sekundären Datenerhebungen. Zunächst verschafft sie einen Überblick über den Outsourcing-Markt. Daran anschliessend stellt die Literaturrecherche den ersten Teil der Arbeit dar. Im zweiten Teil werden sieben umfassende und neun praxisbezogene Case Studies untersucht. Aus diesen beiden Quellen werden neue Erkenntnisse sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Bezug auf die Ergebnisse der beiden Arten von Studien herausgefiltert. Abschliessend werden Handlungsempfehlungen gegeben. Es hat sich gezeigt, dass Unternehmen am häufigsten ihre IT-Prozesse auslagern. Outsourcing-Anbieter offerieren eine Vielzahl von Prozessen, vom Back-Office bis zu strategisch wissensintensiven Prozessen wie R&D. Weltweit bieten 125 Länder ITO und BPO an, darunter ist Indien das beliebteste Land. Ebenfalls erfahrene Outsourcing-Destinationen sind China, die Philippinen und Polen. Lagern Unternehmen Prozesse mit intensivem Kundenkontakt aus, sind ihnen die Sprache sowie die kulturelle Nähe mit dem Outsourcing-Land besonders wichtig. Nebst den Kosteneinsparungen zählen die Konzentration auf Kernkompetenzen und die dadurch gewonnene Flexibilität zu den Hauptvorteilen von Outsourcing. Als häufigste Risiken identifiziert die Arbeit die Abhängigkeit vom externen Partner, den Kontrollverlust und die Intransparenz der Kosten. Ein weiterer Anstieg im Outsourcing-Markt, insb. im As-a-Service Bereich, ist bereits feststellbar. Outsourcing darf weder als externe Abschiebung der Verantwortung noch als einfache Problemlösung betrachtet werden. Es soll mit der Unternehmensstrategie konform sein. Durch die vermeintlich hohen Kosteneinsparungen vernachlässigen Unternehmen eine gute Projektplanung. Es mangelt zudem an (Risiko-)Management. Hinter der Make-or-Buy Entscheidung stecken viel Aufwand und Zeit, welche in die Berechnung der Total Cost of Ownership einbezogen werden müssen. Unternehmen sollen die externen Partner auch als Partner betrachten, und nicht nur als transaktionalen Leistungserbringer.
Departement: School of Management and Law
Publication type: Thesis: Bachelor / Bachelor Thesis
DOI : 10.21256/zhaw-1343
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/1375
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