Please use this identifier to cite or link to this item: https://doi.org/10.21256/zhaw-1347
Title: Antizipieren von steuerlichen Einkommensentwicklungen oder blinde Achterbahnfahrt? : Überblick über die steuerlichen Einnahmeschätzungsmethoden und deren empirischen Anwendungsmöglichkeiten im Kanton Zürich
Authors : Dombrowski, Nicolas von
Advisors / Reviewers : Yerly, Nadia
Publisher / Ed. Institution : ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Issue Date: 2017
Language : Deutsch / German
Subject (DDC) : 003: Systeme
330: Wirtschaft
Abstract: Die Prognose von Steuereinkommen hat für Verwaltungen im Rahmen des Budgetierungsprozesses eine grosse wirtschaftliche Relevanz. Die Schuldenbremse, welche 2003 eingeführt wurde, bindet seither den Ausgabespielraum der Verwaltungen auch gesetzlich an die Steuereinnahmen. Trotz einer generellen Verbesserung der Steuerprognosen fallen die Prognosefehler im Kanton Zürich in Jahren mit vielen strukturellen Veränderungen sehr hoch aus. Prognosemodelle versuchen durch den Einbezug von Indikatoren diese Veränderungen zu berücksichtigen, mit dem Ziel die Prognosefehler auf ein Minimum zu reduzieren. Diese Bachelorarbeit stellt quantitative und qualitative Methoden in der Theorie vor und prüft deren Anwendbarkeit auf den Kanton Zürich. Die Anwendung der quantitativen, auf mathematischer Grundlage basierenden Methoden bezieht sich auf den elastizitäts-, steuersatz- und modellbasierten Ansatz. Die Expertenprognose, Consensus- und Delphi-Methode sind die behandelten qualitativen Prognosemethoden. Die Anwendbarkeit der Modelle wurde für die Prognose der Einkommens-, Vermögens-, Gewinn- und Kapitalsteuererträge geprüft und analysiert. Die statistischen Auswertungen der quantitativen Methoden ermöglichen die Analyse und Vergleichbarkeit der Methoden. Die Vergleichbarkeit der Prognosequalität erfolgte durch eine Prognose auf das Jahr 2015. Die Beurteilung der qualitativen Methoden resultiert durch den empirischen Beizug der Theorie und Studien. Mittels theorie- und studienbasierter Grundlage kann dem Kanton Zürich eine Handlungsempfehlung in der Anwendung eines qualitativen Prognoseprozesses gemacht werden. Die Anwendung der quantitativen Methoden zeigt, dass der elastizitäts- und steuersatzbasierte Ansatz eine hohe Prognosequalität erreichen konnte. Dies ist auf eine hohe Korrelation der meisten Steuerertragsarten zur verwendeten Steuerbasis zurück zuführen. Der modellbasierte Ansatz, welcher die Steuererträge mit dem geschätzten kantonalen Bruttoinlandprodukt (BIP) prognostizierte, zeigte für die Vermögens- und Kapitalerträge eine hohe Korrelation. Einen Effekt auf die Steuerertragsprognose hat neben der Korrelation auch die Prognosequalität der Steuerbasis. Das kantonale BIP als Steuerbasis hat den Nachteil, dass eine Vielzahl an Einflüssen die Prognosequalität mindert. Die Prognosefehler fallen dadurch höher aus, wodurch die Steuererträge schlechter geschätzt werden können. Es hat sich gezeigt, dass mit dem steuerbaren Einkommen, Vermögen, Kapital und Ertrag geringere Prognosefehler resultieren, weshalb diese Steuerbasen zu bevorzugen sind. Eine Einbindung quantitativer Methoden in einen qualitativen Prognoseprozess findet schon heute beim Kanton Zürich statt. Der qualitative Aspekt des Prozesses, also die Einbeziehung von Expertenmeinungen, hat ebenfalls eine Auswirkung auf die Prognosequalität. Um eine hohe Prognosequalität sicherzustellen, muss dabei die Beeinflussung der Experten untereinander vermieden, die Konsensgenerierung aber gefördert werden.
Departement: School of Management and Law
Publication type: Thesis: Bachelor / Bachelor Thesis
DOI : 10.21256/zhaw-1347
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/1371
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