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Title: Umfrage bei KMU zur Teilnahme an Energieeffizienzprogrammen : «Negawatt statt Megawatt» Forschungsprojekt zur Verbesserung der Wirkung von Energieeffizienzprogrammen bei KMU
Authors : Hackenfort, Markus
Berger, Christian
Günther, Eva
Rellstab, Rolf
Rinaldi, Patrick
Weiss Sampietro, Theresia
Rohrer, Jürg
Publisher / Ed. Institution : ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Publisher / Ed. Institution: Winterthur
Issue Date: 2015
Language : Deutsch / German
Subjects : Iunr; Zee; Nree
Subject (DDC) : 333: Boden-, Ressourcen- und Energiewirtschaft
Abstract: Das Projekt "Negawatt statt Megawatt" beschäftigt sich mit der Fragestellung, wie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in der Schweiz grossflächig erreicht und wie sie zu einer ener-getischen Optimierung des Betriebs motiviert werden können. Dabei stehen die ideale Gestaltung von Energieeffizienzprogrammen und die effektive Ansprache der KMU, um die Teilnahmebereitschaft zu erhöhen, im Vordergrund. Der Schwerpunkt der Zielgruppe liegt bei den ca. 250‘000 KMU, die einen Stromverbrauch zwischen 10 und 500 Megawattstunden pro Jahr aufweisen. In dieser Zielgruppe wird ein Einsparpotenzial von 10% des gesamten schweizerischen Stromverbrauchs gesehen. Im Rahmen des Projekts wurde eine Online-Umfrage bei KMU durchgeführt. Ziel war es, Erkenntnisse für die Gestaltung und Vermarktung von Energieeffizienzprogrammen für KMU zu gewinnen. Hierfür wurden insgesamt 334 Unternehmen zu strukturellen Unternehmensfaktoren, Energieverbrauch, Motivation, Einstellung, Selbstwirksamkeit, Zukunftserwartung, subjektiver Kosten-Nutzen Wahrnehmung und Hemmnissen für eine Teilnahme an Energieeffizienzprogrammen befragt, mit dem Ziel, Zielgruppen für Energieeffizienzprogramme zu identifizieren und zu beschreiben. Als Ausgangspunkt wurde das transtheoretische Modell von Prochaska und Di Clemente (1983), das den Veränderungsprozess in Abhängigkeit der Stufen der Veränderungsbereit-schaft beschreibt, verwendet. Basierend auf diesem Modell konnten drei qualitativ unter-schiedliche Stufen identifiziert werden, die als Zielgruppe für Ansprache und Gestaltung von Energieeffizienzprogrammen in Frage kommen: Unternehmen, die nicht vorhaben an Ener-gieeffizienzprogrammen teilzunehmen (Keine Teilnahme), Unternehmen, die planen in Energieeffizienzprogramme zu investieren (Geplante Teilnahme) und Unternehmen, die bereits an Energieeffizienzprogrammen teilnehmen (Realisierte Teilnahme). Diese drei Stufen unterscheiden sich auf einer Vielzahl der erhobenen Dimensionen systematisch voneinander: So sind Unternehmen, die bereits an Energieeffizienzprogrammen teilnehmen, bei-spielsweise eher grosse Unternehmen mit einem hohen Energieverbrauch, die in der Teil-nahme an Energieeffizienzprogrammen einen klaren Nutzen sehen und für eine Teilnahme vor allem durch Nachhaltigkeit und Aspekten des Energiesparens motiviert wurden. Unternehmen, die nicht planen in Energieeffizienz zu investieren, sind dagegen eher kleine Unternehmen mit einem geringen Energieverbrauch, die sich in Bezug auf die Kenntnis ihres Energieverbrauches und des Potentials für Energieeinsparungen sowie bezüglich der Wahrnehmung des Nutzens einer Teilnahme deutlich von den anderen Stufen unterscheiden. Typischerweise kennen sie ihren Energieverbrauch nicht und können keine Angaben zum Energieeinsparpotential machen. Es gibt in der Regel keinen Energiebeauftragten und die Gebäude werden gemietet. Diese Unternehmen geben als wichtigste Motivation für eine allfällige Teilnahme Kosteneinsparungen an. Als wichtigstes Hemmnis für eine Teilnahme nannten diese KMU die Grösse ihres Unternehmens. Zukünftige Energieeffizienzprogramme für diese Zielgruppe sollten deshalb u.a. aufzeigen, wie auch kleine Firmen von einer Teilnahme profitieren können und worin der Aufwand einer Teilnahme besteht. Eine weitere Erkenntnis der Durchführung der Online-Umfrage war die sehr tiefe Responserate auf die Ansprache der Unternehmen. In einem Folgeprojekt sollten demnach nicht nur unterschiedliche Möglichkeiten zur Motivation von KMU zur Teilnahme und unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten der Energieeffizienzprogramme geprüft werden, sondern auch die Erhöhung der Responserate auf Ansprachen im Bereich Energieeffizienz.
Departement: Life Sciences und Facility Management
Organisational Unit: Forschungsbereich Ecological Engineering
Publication type: Working Paper – Gutachten – Studie / Working Paper – Expertise – Study
DOI : 10.21256/zhaw-123
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/123
Appears in Collections:Schriftenreihe Erneuerbare Energien, Bodenökologie und Ökotechnologie

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