Please use this identifier to cite or link to this item: https://doi.org/10.21256/zhaw-122
Title: Umfrage bei Anbietern von Energieeffizienz-Programmen : Zwischenbericht Projekt \\\"Negawatt statt Megawatt\\\"
Authors : Rohrer, Jürg
Berger, Christian
Günther, Eva
Hackenfort, Markus
Kavci, Senem
Rellstab, Rolf
Rinaldi, Patrick
Weiss Sampietro, Theresia
Publisher / Ed. Institution : ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Publisher / Ed. Institution: Winterthur
Issue Date: 2014
Language : Deutsch / German
Subjects : Energieeffizienz; Energiesparen; Kmu; Energy Efficiency; Energy Savings; Sme
Subject (DDC) : 333: Boden-, Ressourcen- und Energiewirtschaft
Abstract: Mit dem Projekt "Negawatt statt Megawatt" soll erforscht werden, wie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in der Schweiz grossflächig erreicht und wie sie zu einer energetischen Optimierung des Betriebs motiviert werden können. Der Schwerpunkt der Zielgruppe liegt bei den ca. 250‘000 KMU, die einen Stromverbrauch zwischen 10 und 500 MWh pro Jahr aufweisen. In dieser Zielgruppe wird ein Einsparpotenzial von 10% des gesamten schweizerischen Stromverbrauchs gesehen. Im Rahmen des Projekts wurden mit einer Befragung von Anbietern von Energieeffizienzprogrammen die Stärken und Schwächen von Energieeffizienzprogrammen erhoben. Ziel war es, Merkmale zu definieren, welche ein Energieeffizienzprogramm aufweisen sollte, da-mit eine grosse Beteiligung von KMU erreicht wird und die empfohlenen Energieeffizienz-massnahmen auch wirklich umgesetzt werden. Dieser Bericht umfasst das Vorgehen und die Ergebnisse der Umfrage, welche zwischen November 2013 und Januar 2014 durchgeführt wurde. Es wurden 48 Energieeffizienzprogramme bzw. Programme aus den wettbewerblichen Aus-schreibungen (ProKilowatt) identifiziert. Daraus konnten 18 Effizienzprogramme für die Be-fragung ausgewählt werden, welche für dieses Projekt von grösserem Interesse sind. Von den 18 mündlich und schriftlich angefragten Programmanbietern nahmen schlussendlich neun Programmanbieter an der schriftlichen Umfrage teil. Nachstehend die wichtigsten Erkenntnisse aus der Umfrage: - Die Programmverantwortlichen scheinen ihre Zielgruppe kaum zu segmentieren resp. als unterschiedliche Kundensegmente wahrzunehmen. Die meisten Programme um-fassen ein breites Spektrum an Massnahmen, welches sich an eine in der Regel nicht definierte Zielgruppe richtet. - Die Akquisition von Programmteilnehmern erfolgt in der Regel durch einseitige, indi-rekte Kommunikation (z.B. Webseiten, Broschüren, Kundenzeitschriften, usw.). Die potentiellen Programmteilnehmer müssen sich selber beim Programmanbieter mel-den. - Konkrete Zielvorgaben über die Anzahl zu erreichender Unternehmen sind bei mehr als der Hälfte der Programme nicht vorhanden. - Die Organisatoren gehen davon aus, dass eine hohe Amortisationszeit das wichtigste Hemmnis für die Durchführung von Energieeffizienzmassnahmen ist. Sie gehen zu-dem davon aus, dass die Teilnehmer praktisch nur über finanzielle Anreize zur Teil-nahme motiviert werden können. Die allermeisten Programmanbieter wissen aber wenig über die finanzielle Situation der Teilnehmer. - Das Monitoring der Wirkung ist bei den meisten Programmen entweder nicht vorhan-den oder wenig systematisch. Es war deshalb nicht möglich, die Programme in erfolg-reiche bzw. nicht erfolgreiche einzuteilen. So wird z.B. die effektive Energieeinsparung i.d.R. nicht erfasst bzw. geprüft. Somit können keine Angaben zum tatsächlichen Kosten / Nutzen Verhältnis des Programmes gemacht werden. - Im Vordergrund stehen bei den meisten Programmen technische Lösungen zur Erhö-hung der Energieeffizienz, eine nachhaltige Verhaltensänderung bei den Mitarbeiten-den oder auf der Managementebene wird kaum verfolgt. - Viele Programmanbieter möchten zwar die Teilnahme an weiteren Programmen er-möglichen, es werden aber wenige Informationen erfasst, welche auf die Planung ei-ner weiterführenden Beziehung zu den Programmteilnehmern schliessen lässt. Diese Aussage trifft tendenziell auf Organisationen zu, bei denen die Durchführung von Energieeffizienz-Programmen nicht zum Kerngeschäft gehört. Mehrere Programmanbieter weisen darauf hin, dass die Vereinbarung von konkreten Ein-spar-Zielen und die Betreuung der KMU über einen längeren Zeitraum zu den Erfolgsfaktoren von Energieeffizienzprogrammen zählen. Die langfristige Betreuung könne entweder durch regelmässige Beratungen und/oder in Form von Erfahrungs-Netzwerken erfolgen. Ob dies für die durch das Negawatt-Projekt avisierte Zielgruppe von KMU mit durchschnittlich sieben Mitarbeitenden zutrifft, konnte mit der Umfrage wegen in der Regel fehlenden Angaben zur Wirkung der Programme nicht geprüft werden. siehe auch http://www.zhaw.ch/negawatt
Departement: Life Sciences und Facility Management
Organisational Unit: Forschungsbereich Ecological Engineering
Publication type: Working Paper – Gutachten – Studie / Working Paper – Expertise – Study
DOI : 10.21256/zhaw-122
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/122
Appears in Collections:Schriftenreihe Erneuerbare Energien, Bodenökologie und Ökotechnologie

Files in This Item:
File Description SizeFormat 
1045700735.pdf739.53 kBAdobe PDFThumbnail
View/Open


Items in DSpace are protected by copyright, with all rights reserved, unless otherwise indicated.