Please use this identifier to cite or link to this item: https://doi.org/10.21256/zhaw-1197
Title: Schwer erreichbare Väter und Mütter in der Elternbildung des Kantons Zürich : Analyse herkunftsspezifischer Zusammenhänge und Perspektiven
Authors : Chiapparini, Emanuela
Eicher, Véronique
Publisher / Ed. Institution : ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Publisher / Ed. Institution: Zürich
Issue Date: Feb-2015
Language : Deutsch / German
Subjects : Elternbildung; Schule; Herkunft; Soziale Arbeit; Soziale Integration
Subject (DDC) : 370: Bildung und Erziehung
Abstract: Die vorliegende Studie „Schwer erreichbare Väter und Mütter in der Elternbildung des Kantons Zürich“ geht der Frage nach, welche Bedeutung die Herkunft bei der Teilnahme oder Nicht-Teilnahme an Elternbildungskursen hat und inwiefern sich herkunftsspezifische Gründe der Teilnahme oder Nicht-Teilnahme abzeichnen. Die Auswertungen basieren auf einer Sekundäranalyse von Daten, welche im Rahmen der Evaluation des Pilotprojekts Elternbildung und Schule im Kanton Zürich zwischen 2010 und 2012 erhoben wurden: Eine quantitative Befragung von Eltern von Primarschulkindern (N=451) und eine qualitative Befragung von Eltern (N=7). Die Zusammenhangsanalysen zeigen, dass vor allem „strukturelle“ Bedingungen prädiktiv für die Teil-nahme an Elternbildungskursen sind: Unabhängig davon, ob Eltern die Elternbildungsangebote als gut beurteilen, nehmen alleinlebende Eltern und Eltern, welche nicht nur Deutsch zuhause sprechen, we-niger an Kursen teil als andere. Bei den Gründen der Nicht-Teilnahme bestätigt sich der Eindruck der strukturellen Bedingungen: Mehr als zwei Drittel der Personen, welche nicht an Kursen teilgenommen haben, geben fehlende Kinderbe-treuung und ungünstige Kurszeiten an. Zusätzlich zeigen sich unterschiedliche Gründe je nach Herkunft: Personen mit Hochschulabschluss bemängeln, nebst fehlender Kinderbetreuung und ungünstigen Kurszeiten, vor allem, dass der Inhalt, die Art und die Form der Angebote nicht passen und sie den Nutzen der Angebote nicht sehen, wäh-rend Personen mit obligatorischer Schulbildung eher die Sprachschwierigkeiten und mangelnde In-formation über das Angebot als Hindernisse angeben. Dies deutet darauf hin, dass es nicht den Grund für die Nicht-Teilnahme gibt, sondern dass unterschiedliche Personengruppen unterschiedliche Hindernisse sehen. Das gleiche zielgruppenorientierte Muster zeigt sich bezüglich der Gestaltung der Kurse bei den quali-tativen Analysen: Für einige Elternteile steht der Austausch und die Vernetzung mit anderen Eltern im Vordergrund, während andere die Angebote eher als Möglichkeit sehen, sich gezielt Unterstützung zu Erziehungsfragen zu suchen. Die Befunde aus der Sekundäranalyse untermauern die Praxisempfehlung, Angebote der Elternbil-dung und deren Rahmenbedingungen spezifisch auf herkunfts- und bedürfnisspezifische Zielgruppen hin zu entwickeln.
Departement: Soziale Arbeit
Organisational Unit: Institut für Kindheit, Jugend und Familie
Publication type: Working Paper – Gutachten – Studie / Working Paper – Expertise – Study
DOI : 10.21256/zhaw-1197
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/1196
Appears in Collections:Working Papers Soziale Arbeit

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