Please use this identifier to cite or link to this item: https://doi.org/10.21256/zhaw-2700
Title: Populationsentwicklung und Habitatpräferenzen der Westlichen Keiljungfer (Gomphus pulchellus Sèlys, 1840) in der Region Basel (Schweiz) : (Odonata: Gomphidae)
Authors : Ruf, Christian
Gufler, Christa
Küry, Daniel
Published in : Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel
Volume(Issue) : 16
Pages : 109
Pages to: 122
Publisher / Ed. Institution : Naturforschende Gesellschaft Baselland
Issue Date: 2016
License (according to publishing contract) : Licence according to publishing contract
Type of review: Not specified
Language : German
Subject (DDC) : 590: Animals (Zoology)
Abstract: Zwischen 2012 und 2014 wurde eine isolierte Population der gefährdeten und national prioritären Westlichen Keiljungfer (Gomphus pulchellus) in den Spittelmattweihern in Riehen (Kanton Basel-Stadt, Schweiz) und zwei benachbarten Fortpflanzungsgewässern untersucht. Die Dichte zum Zeitpunkt der Emergenz betrug zwischen 34,2 und 50,8 Exuvien pro 100 Meter Uferlinie. Der Anteil männlicher Exuvien lag zwischen 42,7 und 54,5 %, während der EM50-Wert zwischen 4 und 12 Tagen schwankte. Die Emergenz begann mit dem Erreichen einer Temperatursumme von 1113,8 ± 69,3 °C (31. Januar bis zum Fund der ersten Exuvie). Die Larven schlüpften überwiegend am südöstlichen Ufer der Weiher und kletterten in über 80 % der Fälle an einer Struktur, mehrheitlich Pflanzenteile von Rubus sp. und Carex sp., hoch. In der benachbarten Kiesgrube Käppelin in Weil am Rhein (Deutschland) wurden nur zwei Exuvien gefunden und in den Entenweihern überhaupt keine. In hauptsächlich sandigem Sediment mit einer Detritusauflage wurden 2014 drei Larven gefangen. Ihre Fundorte lassen auf eine mosaikartige Verbreitung auf der Gewässersohle schliessen. In Substratwahlversuchen bevorzugten die Larven signifikant ein Gemisch aus Fein- und Mittelsand mit Korngrössen zwischen 0,05 und 0,5 mm. Im mit Detritus überdeckten Sediment dauerte das Eingraben der Larven durchschnittlich 36 Minuten verglichen mit 54 Minuten ohne Detritus. Die Spittelmattweiher scheinen das Haupthabitat einer Metapopulation noch unbekannter Grösse zu sein. Zum Schutz und zur Förderung von G. pulchellus wird vorgeschlagen die Gewässer in der Nachbarschaft aufzuwerten, indem bevorzugte Habitatausstattungen eingebracht werden.
Departement: Life Sciences und Facility Management
Organisational Unit: Institute of Natural Resource Sciences (IUNR)
Publication type: Article in scientific Journal
DOI : 10.5169/seals-676769
10.21256/zhaw-2700
ISSN: 1420-4606
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/8348
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