Title: Schreiben übers Schreiben
Authors : Stücheli-Herlach, Peter
Published in : Erklärtes Schreiben
Publisher / Ed. Institution : Zürcher Hochschule der Künste
Publisher / Ed. Institution: Zürich
Issue Date: 2014
License (according to publishing contract) : Licence according to publishing contract
Series : Korrespondenzen
Series volume: 5
Type of review: Not specified
Language : German
Subject (DDC) : 808: Rhetoric and writing
Abstract: In diesem Fall bringt die Verdoppelung gleich mehrfachen Gewinn. Es beginnt im Alltag: Wir schreiben alle und ständig übers Schreiben – dann beispielsweise, wenn wir der Redaktion per Mail den nächsten Primeur ankündigen und uns den dafür nötigen Platz in der Publikation sichern wollen. Von Vorteil ist es auch, wenn der Schreibfluss mal stockt oder wenn wir die Angst davor durch gutes Training in Schach halten möchten. Wir schreiben dann übers Schreiben im eigenen Schreibjournal, im Moleskine, in der Kreativdatei auf unserer Festplatte oder auf der Serviette im In-Lokal. Es kann ein Stossseufzer in Buchstabenform sein oder eine erste, diffuse Idee für das nächste Projekt. Beides lässt uns erfahren, dass hinter jedem festen Buchstaben ein Arbeitsprozess steht – dass also auch das Feste was Flüssiges braucht, um gut da zu stehen. Das ist klärend, beruhigend, befreiend. Übers Schreiben zu schreiben erlaubt uns zudem zu lesen, was wir denken, was uns bewegt oder behindert. Das bringt uns voran mit den Projekten und mit dem Selbstbewusstsein. Es gibt uns als Schreibende schliesslich eine Stimme, die gehört werden kann auch von anderen; und das ist hilfreich, um uns auszutauschen mit Kolleginnen und Kollegen. Und schliesslich: Wie gut für uns alle, dass Schreibende immer wieder über das Schreiben geschrieben haben. Sonst wüssten wir nicht, das Constantin Seibt das Vorwort für "Deadline – wie man besser schreibt (...)" selbst in drei Nächten nicht hinkriegte. Und dass Peter Stamm der Meinung ist, man solle nicht seinen Stil, sondern seine Persönlichkeit entwickeln. Und dass Ulla Hahn sich zum Thema so geäussert hat: "Fange an! Nur Mut! Mach weiter! Keine Angst!"
Departement: Angewandte Linguistik
Publication type: Book Part
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/6492
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