Title: Neue Ausbildungsniveaus im Pflegebereich : Auswirkungen von Rollenunklarheiten und dem Einsetzen-Können von Fähigkeiten auf die berufliche Zufriedenheit
Authors : Schaffert, René
Trede, Ines
Conference details: VFWG Kongress: Gesundheitsberufe - Wege in die Zukunft, Wien, 28.-29. September 2017
Publisher / Ed. Institution : FH Campus Wien
Publisher / Ed. Institution: Wien
Issue Date: 28-Sep-2017
License (according to publishing contract) : Not specified
Type of review: Peer review (Abstract)
Language : German
Subjects : Fachkräftemangel; Rollenklarheit; Berufszufriedenheit; Pflege; Wandel; Ausbildungsniveaus
Subject (DDC) : 370: Education
610.73: Nursing
Abstract: Im Zuge von Veränderungen im Gesundheitswesen entstehen auch neue Ausbildungen und Berufsprofile. Dies kann zu unklaren Berufsrollen führen, wie eine Mixed-Methods Studie zum Berufseinstieg von Absolventinnen und Absolventen von drei, neuen oder umgestalteten, Ausbildungen im Pflegeberich in der Schweiz zeigt. Unklare Berufsrollen sowie fehlende Möglichkeiten erlernte Fähigkeiten im Arbeitsalltag einzusetzen wirken negativ auf die Zufriedenheit mit der beruflichen Situation. Einleitung Ähnlich wie in anderen Ländern erfolgte in der Schweiz ein Wandel der Versorgung im Pflegebereich mit der Schaffung von neuen Ausbildungsniveaus. Ein Diplom in Pflege kann in einer traditionellen, überarbeiteten Ausbildung an höheren Fachschulen (HF) oder neu über ein Bachelorstudium (BSc) erworben werden. Zusätzlich wurde auf Sekundarstufe II ein neuer Berufsabschluss Fachfrau/Fachmann Gesundheit (FaGe) geschaffen. In der Folge mussten die Arbeitsteilung und Berufsprofile angepasst werden. Zielsetzung Angesichts dessen soll untersucht werden, inwiefern neue Ausbildungsniveaus zu unklaren Berufsrollen führen und ob dies Auswirkungen auf die berufliche Zufriedenheit hat. Methoden Dies erfolgte in einem explorativen sequentiellen Mixed-Methods-Ansatz auf der Grundlage von Studien aus der Deutschschweiz zum Berufseinstieg nach einem der drei Ausbildungsniveaus. Im qualitativen Studienteil wurden 53 teilstrukturierte Interviews Inhaltsanalytisch ausgewertet. Die dort gewonnenen Erkenntnisse wurden anhand von Daten zu 671 Berufseinsteigenden quantitativ überprüft, indem mittels Mittelwert vergleichen sowie multivariaten linearen Regressionen auf der Ebene der drei Ausbildungsniveaus untersucht wurde, ob sich die Rollenklarheit nach Ausbildungsniveau unterscheidet und inwiefern sich Rollenunklarheiten und das Einsetzen-Können von Fähigkeiten unter Kontrolle von Alter, Geschlecht und Arbeitsfeld auf die berufliche Zufriedenheit auswirken. Ergebnisse In den Interviews berichten FaGe und BSc-Pflegende von Unklarheiten in den Berufsrollen und in diesem Zusammenhang auch davon, ihre Fähigkeiten nicht einsetzen zu können. Dabei wird auch Unzufriedenheit geäussert. HF- Pflegende hingegen beschreiben ihre Berufsrolle als klar. Die quantitativen Resultate zeigen, dass FaGe etwas unzufriedener mit der beruflichen Situation sind als Pflegende mit HF- oder BSc-Abschluss. Die berufliche Zufriedenheit wird bei FaGe von der Rollenklarheit und dem Einsetzen-Können von Fähigkeiten beeinflusst. Bei den HF- oder BSc-Pflegenden zeigt sich beim Einsetzen-Können von Fähigkeiten ein signifikanter Einfluss. Das Modell hat bei den BSc mit 22% erklärter Varianz die stärkste Erklärungskraft, gefolgt von 15% bei FaGe und 14% bei HF-Pflegenden. Schlussfolgerung Wenn neue Ausbildungen im Gesundheitswesen geschaffen werden, sollte in der Praxis besonders auf die Rollenklarheit sowie die Passung der Fähigkeiten der Berufseinsteigenden geachtet werden, um Unzufriedenheit im Beruf zu vermeiden.
Departement: Gesundheit
Organisational Unit: Institute of Health Sciences (IGW)
Publication type: Conference Other
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/3217
Published as part of the ZHAW project : Berufskarrieren und Berufsrollen im Rahmen der neuen Ausbildungen im Pflegebereich
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