Please use this identifier to cite or link to this item: https://doi.org/10.21256/zhaw-26690
Publication type: Article in scientific journal
Type of review: Peer review (publication)
Title: Besonders geschützt oder ausgestoßen? : wie Personen im Alter über 65 Jahre die Coronapandemie erlebten
Authors: Aversa, Rosangela
Fluri, Stefanie
von Wyl, Agnes
et. al: No
DOI: 10.1007/s00391-022-02112-9
10.21256/zhaw-26690
Published in: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie
Issue Date: 28-Sep-2022
Publisher / Ed. Institution: Springer
ISSN: 0948-6704
1435-1269
Language: German
Subjects: Alter; Alltagsbewältigung; Mixed-Methods-Design; Altersdiskrimminierung
Subject (DDC): 150: Psychology
305: Groups (age, origine, gender, income)
Abstract: Hintergrund: Zu Beginn der Coronapandemie wurden auch in der Schweiz Personen im Alter ab 65 Jahren der besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppe zugeordnet. Aufgrund vermehrter Vorerkrankungen wurde vermutet, sie seien einem erhöhten Risiko für schwere Krankheitsverläufe ausgesetzt. Dadurch rückten ältere Personen in den Fokus der Aufmerksamkeit, wodurch deren gebrechliche und hilflose Seite betont wurde. Dies lässt Fragen offen, bezüglich der Selbsteinschätzung der älteren Menschen, was ihr konkretes subjektives Befinden und Erleben während der Pandemie betrifft. Ziel der Arbeit: Die Studie ergründet die subjektive Sichtweise von Personen ab 65 Jahren und hat zum Ziel, ihre Alltagsbewältigung während der Pandemie zu untersuchen, insbesondere in Bezug auf die Auswirkungen auf ihre Lebenssituation, ihre Selbsteinschätzung als vulnerable Gruppe und ihre Ängste rund um COVID-19. Material und Methoden: Es handelt sich um eine Längsschnittstudie im Mixed-Methods-Design, bei welcher von Ende April bis Mitte Juni 2020 2‑wöchentlich ein leitfadengestütztes Telefoninterview mit geschlossenen und offenen Fragen durchgeführt wurde. Es wurden 40 Personen (m = 18, w = 22) im Alter zwischen 65 und 90 Jahren zu verschiedenen Aspekten der Alltagsbewältigung während der Coronapandemie und ihren Folgen befragt. Die quantitativen Daten wurden deskriptiv ausgewertet. Die qualitativen Daten wurden mittels strukturierter Inhaltsanalyse mit induktiver Kategorienbildung evaluiert. Ergebnisse: Die Studie zeigte, dass sich das Alltagsleben der Befragten trotz des Lockdowns zu Hause kaum veränderte. Auch wurde mehrheitlich über eine gute Stimmungslage berichtet. Als große Belastung wurden die sozialen Einschränkungen erlebt. Die Einordnung als Risikogruppe wurde als undifferenziert und willkürlich empfunden. Angst oder Sorgen hinsichtlich einer Ansteckung mit dem Coronavirus waren wenig vorhanden. Diskussion: Die Befragten schienen die Krise deutlich besser bewältigt zu haben, als der öffentliche Diskurs nahelegte. Aktivitäten und Routinen können als Strategien im Alltag schützend gewirkt haben. Eine homogene Einteilung der älteren Personen als Risikogruppe vernachlässigt deren Ressourcen und fördert sowohl negative Stereotype als auch Altersdiskriminierung.
Further description: Erworben im Rahmen der Schweizer Nationallizenzen (http://www.nationallizenzen.ch)
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/26690
Fulltext version: Published version
License (according to publishing contract): CC BY 4.0: Attribution 4.0 International
Departement: Applied Psychology
Organisational Unit: Psychological Institute (PI)
Appears in collections:Publikationen Angewandte Psychologie

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