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Publication type: Working paper – expertise – study
Title: Verhinderung sexueller Ausbeutung von Kindern im Kanton Zürich. Präventionsarbeit im ausserschulischen Bereich : eine Situations- und Bedarfsanalyse
Authors: Wieber, Frank
Deforth, Manja
Winogradow, Dana
Marti, Simona
et. al: No
DOI: 10.21256/zhaw-25351
Extent: 57
Issue Date: Feb-2022
Publisher / Ed. Institution: ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Publisher / Ed. Institution: Winterthur
Language: German
Subjects: Kinder; Jugendliche; Umfrage; Ausbeutung; Gewalt; Kanton Zürich; Sport; Freizeit; Verein; Sexualität; Prävention
Subject (DDC): 362.7: Youth services
614: Public health and prevention of disease
Abstract: Die 1989 ratifizierte Konvention über die Rechte des Kindes bietet eine klare normative Grundlage zum Schutz von Kindern vor Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung. Trotz der Bemühungen zum Kindesschutz werden zahlreiche Kinder und Jugendliche Opfer sexueller Gewalt (WHO, 2017). Obwohl die Datenlage in der Schweiz kein vollständiges Bild ergibt, zeigen vorliegende repräsentative Studien wie die Optimus Studien 2012 und 2018 (Schmid, 2018), dass der sexuelle Missbrauch mit einem Anteil von 15,2% an den primären Formen der Kindeswohlgefährdung hoch ist. So ergab eine Hochrechnung anhand von 940 von Kinderschutzorganisationen dokumentierten Fällen, dass im Jahr 2016 19-31 von 10'000 Kindern Opfer sexueller Gewalt wurden (Schmid, 2018, S. 25). Eine wirksame Prävention von sexualisierter Gewalt ist dabei nur als Kombination unterschiedlicher Massnahmen möglich. Auf individueller Ebene sollen Kinder in ihrer psychosexuellen Entwicklung unterstützt und ermutigt werden, sich bei ungefragten Überschreitungen ihrer Körpergrenzen zu verteidigen. Allerdings können Kinder und Jugendliche nicht die Verantwortung tragen, sich vor sexuellen Übergriffen zu schützen. Es sind weitere Massnahmen wie die Prävention auf Ebene der Täterschaft und auf struktureller Ebene notwendig (Kinderschutz Schweiz, 2020). So bieten im ausserschulischen Bereich Vereine ein grosses Potential zur Prävention sexueller Ausbeutung bei Kindern und Jugendlichen. Allerdings erschweren es Hindernisse wie die Tabuisierung des Themas und die begrenzten Ressourcen der Vereine, spezifische Präventionsangebote zu entwickeln und selbständig zu implementieren. Hier sind professionelle Organisationen gefragt, die die Vereine bei der Präventionsarbeit mit spezifischen Angeboten, ihrem Wissen und ihren Fachkompetenzen unterstützen. Die Forschungsstelle Gesundheitswissenschaften der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) wurde deshalb vom Verein zur Verhinderung sexueller Ausbeutung von Kindern im Sport (VERSA), dem Zürcher Stadtverband für Sport (ZSS), dem Zürcher Kantonalverband für Sport (ZKS) und okaj zürich beauftragt, eine Situations- und Bedarfsanalyse durchzuführen, um einen Überblick über die aktuelle Situation im Bereich Prävention sexualisierter Gewalt im Kanton Zürich zu gewinnen und die Bedürfnisse und Bedarfe von Institutionen des Freizeitbereichs und Eltern zu erfassen. Zudem sollten Hinweise auf die Wirkung der bestehenden Präventionsangebote, wie der 2001 vom Zürcher Stadtverband für Sport gegründete «Verein zur Verhinderung sexueller Ausbeutung von Kindern im Sport» (VERSA) sowie Hinweise zur inhaltlichen und organisatorischen Weiterentwicklung der bestehenden Präventionsangebote gewonnen werden. Um die Aktivitäten und Kompetenzen von Institutionen des Freizeitbereichs im Kanton Zürich im Bereich der Prävention von sexuellen Übergriffen bei Kindern und Jugendlichen im Freizeitbereich zu erfassen sowie den Bedarf an Präventionsangeboten zu erheben, wurden sowohl Sportvereine, Jugendverbände und Institutionen der offenen Kinder- und Jugendarbeit als auch Eltern von Kindern, die in diesen Freizeitinstitutionen Mitglied sind, in einer Online-Umfrage im Zeitraum von Februar – April 2021 befragt. Im vorliegenden Schlussbericht wird aufgezeigt, wie die Prävention sexualisierter Gewalt von Sportvereinen, Jugendverbänden und Institutionen der offenen Kinder- und Jugendarbeit allgemein eingeschätzt wird, welche Präventionsmassnahmen sie bereits umsetzen und in welchen Bereichen noch Unterstützungsbedarf zur besseren Umsetzung der Prävention sexualisierter Gewalt besteht. Der Bericht liefert zudem Hinweise, wie ein kantonales Präventionsangebot aus Sicht der Vereine, Verbände und Institutionen optimalerweise gestaltet sein sollte.
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/25351
License (according to publishing contract): Licence according to publishing contract
Departement: School of Health Sciences
Organisational Unit: Institute of Public Health (IPH)
Published as part of the ZHAW project: Kinder und Jugendliche schützen!
Appears in collections:Publikationen Gesundheit

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