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Publikationstyp: Thesis: Bachelor
Titel: Gezielte Suche nach dem Gartenschläfer ausserhalb der südlichen Kernverbreitungsgebiete der Schweiz
Autor/-in: Straub, Nathalie
Betreuer/-in / Gutachter/-in: Graf, Roland Felix
Reifler-Bächtiger, Martina
DOI: 10.21256/zhaw-25209
Umfang: 108
Erscheinungsdatum: 2021
Verlag / Hrsg. Institution: ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Verlag / Hrsg. Institution: Winterthur
Sprache: Deutsch
Schlagwörter: Eliomys quercinus; Mammalia box; Fotofalle; Kleinsäuger; Soricidae
Fachgebiet (DDC): 590: Tiere (Zoologie)
Zusammenfassung: Der Bestand des Gartenschläfers, ein zur Familie der Bilche gehörendes Nagetier, ging in den letzten Jahrzenten europaweit stark zurück. In der Schweiz liegen seine Kernverbreitungsgebiete im Engadin, im Jura, im Wallis und anderen südlichen Regionen. Im Mittelland fehlt er jedoch und das Wissen über seine Verbreitung, entlang der nördlichen Voralpen, ist sehr lückenhaft. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, den Gartenschläfer auch ausserhalb seiner Kernverbreitungsgebiete nachzuweisen. Mittels Fotofallenboxen als Hauptmethode, sollten die Schläfer nachgewiesen werden und sogleich auch die erfasste Artenzusammensetzung dokumentiert werden. Der Untersuchungsraum befindet sich im Kanton Schwyz und beinhaltet fünf Kerngebiete; die Sattelegg, die Ibergeregg, die Haggenegg, den Ochsenboden und die Fuederegg. Alle Gebiete liegen in der subalpinen und montanen Stufe und wurden aufgrund ihrer topografischen und strukturellen Ähnlichkeit zu Fundorten in voralpinen Gebieten in den Kantonen Luzern und Obwalden, sowie ihrer Zugänglichkeit auf dieser Höhe ausgesucht. In jedem Gebiet wurden, während jeweils einer Woche, zehn Fotofallenboxen aufgestellt, welche in zwei Gebieten durch jeweils fünf Nistkästen ergänzt wurden. Während der Ausbringung der Fotofallenboxen und der Nistkästen wurden bei jedem Standort verschiedene Umweltparameter erfasst. Die resultierenden Bilder und Artnachweise wurden mithilfe der erfassten Umweltparameter statistisch analysiert. Im diesjährigen Sommer konnten insgesamt lediglich drei Nachweise des Gartenschläfers erbracht werden. Deutlich mehr Nachweise gelangen für die Rotzahnspitzmäuse (n = 91). Die statistische Analyse ergab einen signifikant höheren Wert der Sonneneinstrahlung (p – value = 0.02) an den Standorten mit Rotzahnspitzmaus Vorkommen, verglichen mit den Standorten ohne ihr Vorhandensein. Die vorliegende Arbeit bestätigt das Vorkommen des Gartenschläfers in den nördlichen Voralpen. Statistisch kann aber, aufgrund von zu wenigen Nachweisen, kein Zusammenhang zwischen den Fundorten und den erfassten Umweltparametern hergestellt werden. Auffallend ist die unmittelbare Nähe von Alpen und Alphütten zu den drei Gartenschläfer Nachweisen. Basierend auf einer detaillierteren Lebensraumpotenzialkarte könnten gezieltere Standorte mittels Fotofallenboxen beprobt werden, welche vermutlich zu einer höhere Nachweisrate führen würden.
The population of the garden dormouse, a rodent belonging to the dormouse family, has declined sharply throughout Europe in recent decades. In Switzerland, its core distribution areas are in the Engadine, the Jura, the Valais and other southern regions. However, it is absent from the Central Plateau and knowledge about its distribution along the northern Prealps is very sketchy. The aim of the present study was to detect the Garden Dormouse also outside its core distribution areas. By means of photo trap boxes as the main method, the dormice should be detected and at the same time the recorded species composition should be documented. The study area is located in the canton of Schwyz and includes five core areas; the Sattelegg, the Ibergeregg, the Haggenegg, the Ochsenboden and the Fuederegg. All areas are in the subalpine and montane zone and were selected because of their topographic and structural similarity to sites in prealpine areas in the cantons of Lucerne and Obwalden, as well as their accessibility at this altitude. Ten phototrap boxes were set up in each area for one week, which were supplemented by five nesting boxes in each of two areas. During the deployment of the phototrap boxes and the nest boxes, various environmental parameters were recorded at each site. The resulting images and species detections were statistically analysed using the recorded environmental parameters. This summer, a total of only three detections of the garden dormouse could be made. Significantly more detections were obtained for the red-toothed shrews (n = 91). Statistical analysis revealed a significantly higher value of solar radiation (p - value = 0.02) at the sites with redtoothed shrew occurrence, compared to the sites without its presence. This study confirms the occurrence of the garden dormouse in the northern pre-Alps. Statistically, however, no correlation can be made between the sites of occurrence and the environmental parameters recorded due to too few detections. The close proximity of alps and alpine huts in the three garden dormouse records is striking. Based on a more detailed habitat potential map, more targeted locations could be sampled using photo trap boxes, which would presumably lead to a higher detection rate.
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/25209
Lizenz (gemäss Verlagsvertrag): CC BY 4.0: Namensnennung 4.0 International
Departement: Life Sciences und Facility Management
Enthalten in den Sammlungen:Bachelorarbeiten Umweltingenieurwesen

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