Please use this identifier to cite or link to this item: https://doi.org/10.21256/zhaw-25059
Publication type: Master thesis
Title: Autisten in der IV-Berufsberatung : Gestaltung einer guten Klienten-Beziehung
Authors: Breidenbach, Ralf
Advisors / Reviewers: Kunz, Nicola
Steinbrück, Martin
DOI: 10.21256/zhaw-25059
Extent: 75
Issue Date: 2021
Publisher / Ed. Institution: Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Publisher / Ed. Institution: Winterthur
Language: German
Subject (DDC): 305: Groups (age, origine, gender, income)
331: Labor economics
Abstract: Bei dieser Arbeit geht es darum, wie die Beziehung zwischen einem Berufsberater oder einer Berufsberaterin der IV (Invalidenversicherung) zu einer autistischen Person optimal gestaltet werden kann. Der Fokus dieser Arbeit liegt auf den hochfunktionalen Autisten und Autistinnen, die in der Lage sind, eine berufliche Ausbildung zu absolvieren. Autismus ist eine geistige Behinderung, bei der vor allem die Fähigkeit der sozialen Interaktion eingeschränkt ist. Betroffene können bis zu einem gewissen Grad erlernen, sich im Alltag und im Beruf zurechtzufinden. Die Gestaltung von Allianzen zu Mitmenschen stellt für sie immer eine Herausforderung dar. Für IV-Berufsberater_innen ist es wichtig, dass sie mit Autisten und Autistinnen eine tragfähige professionelle Beziehung aufbauen können, um sie optimal zu unterstützen. Eine gute Beziehung enthält viele Facetten. Der Berater oder die Beraterin muss sich ein breites Fachwissen über Autismus aneignen. Das hilft ihm oder ihr, in einer Beratung die passenden Methoden und Instrumente zu wählen, die den Autisten oder die Autistin nicht in eine Überforderung bringen. Wichtig ist eine gute Gesprächsorganisation. Die in Bezug auf die Behinderung richtigen Unterstützungsmaßnahmen in einer angepassten beruflichen Tätigkeit in einem geeigneten Betrieb schaffen ideale Rahmenbedingungen. Allgemein wird der Einbezug eines Autismus-Coaches oder einer Autismus-Coachin und die Beantragung eines Nachteilsausgleichs für Prüfungen während einer Ausbildung empfohlen. Der IV-Berater oder die IV-Beraterin sollte Chancen und Herausforderungen bei der Zusammenarbeit mit autistischen Personen erkennen und darauf die Beratung ausrichten. Mit Hilfe eines Ressourcenprofils können die zum jeweiligen Handicap passenden Berufe vorgeschlagen und die richtigen Unterstützungsangebote verfügt werden. Das verschafft beim Autisten oder bei der Autistin Vertrauen und stärkt die Beziehung. Die Kommunikation ist ein wichtiges Modellierungs-Instrument in der Beziehungsgestaltung. Hier hat der Berater oder die Beraterin vor allem die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass keine Missverständnisse entstehen, die Bedürfnisse des Klienten oder der Klientin Berücksichtigung finden und dass die sozialen Interaktionen den Autisten oder die Autistin so wenig wie möglich belasten. Die theoretischen Grundlagen wurden anhand von fünf Interviews mit IV-Berufsberater_innen überprüft. Dabei wurde eine weitgehende Übereinstimmung festgestellt. In einigen Punkten erleben die IV-Berater_innen zwar die Zusammenarbeit mit Autisten etwas anders, was aber mit dem breiten Autismus-Spektrum begründbar ist. Sowohl in der Theorie als auch in der Praxis wird bestätigt, dass die Autismus-Störung individuell ist und es individuelle Interventionen braucht. Jeder Autist und jede Autistin hat eigene Bedürfnisse, Stärken und Einschränkungen.
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/25059
License (according to publishing contract): CC BY 4.0: Attribution 4.0 International
Departement: Applied Psychology
Organisational Unit: Institute of Applied Psychology (IAP)
Appears in collections:Weiterbildungsmaster Abschlussarbeiten

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