Title: Die Unterbewertung phatischer und Überbewertung kulturspezifischer Ausdrücke in der gedolmetschten Arzt-Patienten-Kommunikation
Authors : Albl-Mikasa, Michaela
Hofer, Gertrud
Sleptsova, Marina
Proceedings: Proceedings of the InDialog Conference 2013
Pages : 42
Pages to: 44
Conference details: Mapping the Field of Community Interpreting - Community Interpreting Heute, InDialog Conference, Berlin, 15.-16. November 2013
Issue Date: 2013
License (according to publishing contract) : Licence according to publishing contract
Type of review: Not specified
Language : German
Subjects : Community Interpreting; Kultur; Phatische Ausdrücke; Spitaldolmetschen
Subject (DDC) : 418.02: Translating and interpreting
Abstract: Der Kurzartikel basiert auf dem von der Schweizer Kommission für Technologie und Innovation (KTI) geförderten Forschungsprojekt “Anforderungs- und Rollenprofil für Dolmetschende im medizinischen Bereich“, das von einem interdisziplinären Team von Spezialisten des Universitätsspitals Basel (insbesondere Marina Sleptsova) und angewandten Linguisten des Instituts für Übersetzen und Dolmetschen (IUED) der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (insbesondere Gertrud Hofer) durchgeführt wurde. Kernstück des Mehrmethodenansatzes sind (neben einer breit angelegten Fragebogenumfrage und Literaturrecherche) 19 authentische gedolmetschte Gespräche zwischen Schweizerdeutsch sprechenden Ärzten/Pflegepersonal und Patienten türkischer und albanischer Herkunft, die per Videoaufzeichnung festgehalten und transkribiert wurden. Die Analyse der aufgezeichneten Gespräche konzentriert sich auf kulturspezifische Ausdrücke und phatische Marker. Es zeigt sich, dass Kulturspezifisches kaum explizite Erwähnung findet, was sich mit den Ansätzen von Felberg und Skaaden („deconstruct culture as an explanatory tool“, 2012:95) und Scollon und Wong-Scollon („cultures do not talk to each other, individuals do“, 1995:125) deckt. Hingegen spielen phatische Ausdrücke und ihre (Nicht-)Verdolmetschung eine zentrale Rolle in Arzt-Patientengesprächen. Dies verweist darauf, dass das Konstrukt „Kultur“ in solchen Settings vielfach überbewertet, während der professionelle Umgang mit den für interaktionale, vertrauensbildende, diagnostische und therapeutische Zwecke wichtigen phatischen Ausdrücken oftmals vernachlässigt wird.
Departement: Angewandte Linguistik
Organisational Unit: Institute of Translation and Interpreting (IUED)
Publication type: Conference Paper
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/2387
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