Publikationstyp: Konferenz: Sonstiges
Art der Begutachtung: Peer review (Abstract)
Titel: Neuorientierung der Statistik der freipraktizierenden Hebammen in der Schweiz
Autor/-in: Grylka, Susanne
Borner, Barbara
Weber-Käser, Andrea
et. al: No
Angaben zur Konferenz: 6. Winterthurer Hebammensymposium, Winterthur, 11. September 2021
Erscheinungsdatum: 11-Sep-2021
Sprache: Deutsch
Schlagwörter: Freipraktizierende Hebamme; Statistik; Hausgeburt; Geburtshausgeburt
Fachgebiet (DDC): 618: Geburtsmedizin und Hebammenarbeit
Zusammenfassung: Hintergrund: Im Rahmen des Leistungsvertrags mit santésuisse führt der Schweizerische Hebammenverband seit 2005 eine nationale Erhebung der Tätigkeiten der freipraktizierenden Hebammen durch. Die Datensammlung hat sich in dieser Zeit weiterentwickelt und die Daten zeigen sich seit 2018 in einem neuen Format, das den Hebammen bisher noch nie im Detail gezeigt wurde. Ziel: In diesem Beitrag sollen a) die Neuorientierung der Statistik und der daraus resultierende komplexe Datensatz mit seinen Möglichkeiten und Herausforderungen und b) die Hauptergebnisse der Erhebung 2019 vorgestellt werden. Methode: Jährlich wiederkehrende longitudinale Studie mit elektronisch erfassten Leistungen von freipraktizierenden Hebammen aus der ganzen Schweiz. Der Datensatz umfasste im Jahr 2019 insgesamt 689'407 Leistungen von 1'634 Abrechnungsstellen (Hebammen, Geburtshäuser, Organisationen der Hebammen). Deskriptive Analysen wurden mit Stata 15 durchgeführt. Ergebnisse: Die Daten werden neu aus den elektronischen Abrechnungs- und Dokumentationsprogrammen gezogen, zusammengefügt und bilden einen hierarchischen Datensatz. Analysen sind auf den Ebenen der Leistungen und der Frauen möglich. Im Jahr 2019 wurden insgesamt 86'343 Frauen von freipraktizierenden Hebammen betreut: 27'862 (32.3%) in der Schwangerschaft, 5'241 (6.1%) unter der Geburt und 80'130 (92.8%) im Wochenbett. Bei 44.9% der Schwangerschaftskontrollen wurden Risiken dokumentiert. Insgesamt 886 (16.9%) Kinder kamen zu Hause auf die Welt, 1’989 (38.0%) im Geburtshaus, 1'694 (32.3%) mit einer Beleghebamme im Spital und 646 (12.3%) Frauen wurden während der Geburt verlegt oder dem Spitalpersonal übergeben. Die Hebammen führten 608'909 Wochenbettbesuche, Stillberatungen, Abschlussuntersuchungen und stationäre Wochenbettbetreuungen im Geburtshaus (n=325) durch. Wöchnerinnen wurden durchschnittlich 7.6 Mal besucht. Angaben zu mütterlichen oder kindlichen Gesundheitsproblemen oder zu Stillschwierigkeiten im Wochenbettverlauf wurden bei 78’203 ambulanten Wochenbettbesuchen (12.9%) bzw. bei 17’423 Frauen (21.8%) gemacht. Diskussion: Die Neuorientierung der Statistik bedeutet eine Arbeitserleichterung für die Hebammen. Die Qualität der Ergebnisse ist abhängig von der Sorgfalt der Dateneingabe. Die freipraktizierenden Hebammen der Schweiz leisten dafür einen grossen Beitrag, ihnen gebührt ein besonderer Dank.
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/23268
Volltext Version: Publizierte Version
Lizenz (gemäss Verlagsvertrag): Lizenz gemäss Verlagsvertrag
Departement: Gesundheit
Organisationseinheit: Institut für Hebammen (IHB)
Publiziert im Rahmen des ZHAW-Projekts: Statistik der frei praktizierenden Hebammen in der Schweiz
Enthalten in den Sammlungen:Publikationen Gesundheit

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