Title: Kritik als Praxis : von Impact Faktoren, Exzellenzgraden und Audits zur Wissenschaft als kritisch-reflexives Projekt
Authors : Wilhelm, Elena
Proceedings: Qualitätssicherung zwischen Diversifizierung der Hochschulen und Vereinheitlichung von Standards : Beiträge zur 2. AQ-Austria-Jahrestagung 2014
Pages : 103
Pages to: 124
Conference details: 2. AQ Austria Jahrestagung 2014: Qualitätssicherung zwischen Diversifizierung der Hochschulen und Vereinheitlichung von Standards, Wien, Österreich, 1. Oktober 2014
Editors of the parent work: AQ Austria – Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria
Publisher / Ed. Institution : Facultas
Publisher / Ed. Institution: Wien
Issue Date: 2015
License (according to publishing contract) : Licence according to publishing contract
Type of review: Not specified
Language : German
Subjects : Bibliometrie; Altmetrie; Peer Review; Forschungsqualität
Subject (DDC) : 000: Generalities and science
Abstract: Es ist erstaunlich, wie weit die Praxis der Qualitätsbeurteilung in der Wissenschaft hinter ihren eigenen methodologischen Erkenntnissen zurückbleibt und welchen teilweise naiven induktivistischen und zirkulären Mechanismen sie aufliegt. Die Wissenschaft kennt professionseigene Modi der Qualitätsbewertung und -kontrolle – wie den »organisierten Skeptizismus« (Merton 1942), die »kollegiale Kontrolle« (Goode 1957) oder die »wissenschaftliche Reflexivität« (Bourdieu 1993) – welche sie konsequent und ernsthaft anwenden, weiterentwickeln und nach außen hin sichtbar machen muss. Es müssen Anstrengungen unternommen werden, die notwendige Autonomie mit professioneller Verantwortung auszubalancieren. Selbstkontrolle und kollegiale Kontrolle unterliegen gewissen Bedingungen. Es bedarf einer spezifischen Haltung und eines wissenschaftsadäquaten Begriffs von Kritik. Die Haltung verweigert sich ausschließlich quantitativen Messungen und Anreizsystemen sowie dem anonymen Urteil von Ergebnissen und ist bedingungslos kritisch und offen. Notwendig ist ein Verständnis von Kritik, welche keine Wahrheitsposition beansprucht, sondern selber zur Gestaltungspraxis wird. Peer Review bzw. kollegiale Kritik muss als eine handlungsrelevante, gemeinsame Kritik und nicht als abschließende Begutachtung oder als Verdikt verstanden werden. Nachfolgend wird der Fokus auf die Messung und Beurteilung der Forschungsqualität (im Kontext von Hochschulen) gelegt. Die Instrumente in der Beurteilung der Lehre sind andere. Die Probleme aber sind ebenfalls vielfältig, denn durch Lehrevaluationen lassen sich ebenso wenig brauchbare Schlüsse über die Qualität von Bildung und Lehre ziehen, wie mit Hilfe von Impact Faktoren eine Aussage über die Qualität von Forschung gemacht werden kann.
Departement: Rektorat und Ressorts
Publication type: Conference Paper
ISBN: 978-3-7089-1282-0
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/2299
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