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Publication type: Working paper – expertise – study
Title: 2000-Watt-Gesellschaft leben : Reduktion des End-Energieverbrauchs durch Verhaltensänderungen : Nutzerinterventionen im Hüttengraben-Areal
Authors: Sandmeier, Ernst
Lobsiger-Kägi, Evelyn
Marek, Reto
Tomic, Uros
Kälin, Stefan
et. al: No
DOI: 10.21256/zhaw-22811
Extent: 43
Issue Date: 23-Dec-2020
Publisher / Ed. Institution: Bundesamt für Energie
Publisher / Ed. Institution: Bern
Language: German
Subjects: 2000 Watt Gesellschaft; Verhaltensinterventionen; Verhaltensänderung; Energie; Suffizienz; Monitoring
Subject (DDC): 333.79: Energy
Abstract: Im vorliegenden Projekt wurden technische Lösungen mit Verhaltens-Interventionen verknüpft, um nachhaltig den Energieverbrauch in Gebäuden und Haushalten zu senken. Gemeinsam mit der Baugenossenschaft Zurlinden (BGZ) wurden passende, sozial akzeptierte und potentiell hoch wirksame Interventionen entwickelt und in einer Neubausiedlung systematisch getestet. Durch ein Monitoring des Energieverbrauchs wurde die Wirksamkeit der Interventionen quantifiziert. Zusätzlich wurde deren Akzeptanz mittels Fragebogen analysiert. Am meisten Endenergie konnte durch eine energetische Betriebsoptimierung der Raumheizung eingespart werden, jedoch stiess die dadurch bewirkte Reduktion der Raumtemperaturen anfänglich auf wenig Akzeptanz. Ein Jahr später stieg die Akzeptanz wieder annähernd auf das gleiche Niveau wie vor der Reduktion. Eine weitere Intervention zielte auf den Verbrauch von Warmwasser. Durch, Feedback, Information und sozialen Vergleichen mit den Nachbarn konnte 15 % Warmwasser eingespart werden. Der Effekt reduzierte sich 3 Monate nach den Massnahmen auf 7 %. Durch die letzte, den Haushaltsstrom betreffende Intervention konnte mittels einer Wettbewerbssituation und dem Verbrauchs-Feedback etwas Endenergie eingespart werden, jedoch konnten nur wenig aussagekräftige Resultate erzeugt werden, da die Intervention mit dem pandemiebedingten Lockdown in der Schweiz zusammenfiel. Basierend auf dem gesamten Forschungsprojekt zwischen 2017 und 2020 können folgende Schlussfolgerungen gezogen werden: - Die energetische Betriebsoptimierung der Heizung lohnt sich. Diese muss aber mit Kommunikationsmassnahmen begleitet werden, damit sie von den Nutzer*innen akzeptiert wird. - Die Verbrauchsfeedbacks wurden von Haushalten als interessant eingestuft und können eine Reduktion im End-Energieverbrauch bewirken. - Eine offene Kommunikation mit der Mieterschaft, in welcher die Ziele und die eingesetzten Technologien einer Massnahme sorgfältig erklärt werden, wird die Akzeptanz erhöhen. - Die Messinfrastruktur soll von Anfang an bedürfnisgerecht geplant und die Übermittlungswege müssen definiert und getestet werden. Die BGZ wird diese Erkenntnisse in die Planung weiterer Immobilien aufnehmen und die Kommunikation mit ihren bestehenden Mieter*innen dahingehend weiterentwickeln. Aus diesen Ergebnissen wurde eine Umsetzungshilfe mit empfohlenen Interventionen abgeleitet. Das Ziel der Umsetzungshilfe (Faktenblatt) ist es, anderen Genossenschaften und Immobilienverwaltungen Hinweise zu geben, wie sie durch Interventionen den Energieverbrauch in ihren Siedlungen reduzieren können.
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/22811
License (according to publishing contract): Licence according to publishing contract
Departement: School of Engineering
Organisational Unit: Institute of Sustainable Development (INE)
Published as part of the ZHAW project: 2000-Watt-Gesellschaft leben: Reduktion des Energieverbrauchs durch Verhaltensänderungen
Appears in collections:Publikationen School of Engineering

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