Please use this identifier to cite or link to this item: https://doi.org/10.21256/zhaw-2801
Publication type: Master thesis
Title: Mehrsprachige Gesetzesredaktion : Bedeutung des Übersetzungsprozesses in der Gesetzgebung mit Blick auf die Verfassungsrevision im Wallis
Authors: Bührer-Stoffel, Marina
Advisors / Reviewers: Ehrensberger-Dow, Maureen
DOI: 10.21256/zhaw-2801
Extent: 91
Issue Date: 2020
Publisher / Ed. Institution: ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Publisher / Ed. Institution: Winterthur
Language: German
Subjects: Mehrsprachigkeit; Multilingual; Übersetzen; Translation; Law and Language; Recht und Sprache; Gesetzesredaktion
Subject (DDC): 418.02: Translating and interpreting
Abstract: In der Schweiz ist die Mehrsprachigkeit der Erlasstexte in mehrsprachigen Kantonen und beim Bund selbstverständlich, die Verfahren zu ihrer Erarbeitung sind jedoch nicht zwingend mehrsprachig. In der vorliegenden Arbeit wurden Leitdokumente und Leitfadeninterviews analysiert, um die Praxis in mehrsprachigen Kantonen zu eruieren und zu untersuchen, wie die Amtssprachen bereits bei der Erlassredaktion einbezogen werden können. Als Methode dienten dabei die Grounded Theory und die qualitative Inhaltsanalyse. Aus den gewonnenen Erkenntnissen wurde abgeleitet, welches Verfahren für die anstehende Verfassungsrevision im Wallis empfehlenswert ist. In der Literatur und den Interviews hat sich das Vorgehen des Verfassungsrats Freiburg, nämlich eine parallele Erarbeitung (Koredaktion) der Erlasstexte, als ideal für eine tatsächliche Gleichbehandlung der Sprachen erwiesen. Mit diesem Modell geht zwar ein Mehraufwand einher, der aber gemäss Interviews und Literatur für einen Verfassungstext gerechtfertigt ist. Es wird deshalb empfohlen, dieses Modell zu übernehmen und zusätzlich Sprachsachverständige einzubeziehen, um die Ansprüche, die ein Rechtstext an die Verständlichkeit stellt, zu erfüllen. Es ist zudem wichtig, die Verfahren zu formalisieren. Das Ziel sollte es sein, nicht nur einen Verfassungstext in zwei Sprachen zu haben, sondern eine Verfassung, bei der beide Sprachversionen tatsächliche Originale sind. In Switzerland, legislative texts are available in all the official languages in both the multilingual cantons and the Confederation, but this does not apply to the multilingual nature of their elaboration. In the present work, grounded theory and qualitative content analysis were used to analyse documents and interviews in order to assess the current practices in multilingual cantons and to examine the possibilities of including the official languages in the drafting process. This data was used to recommend procedures for the upcoming constitutional revision in Valais. In the literature and the interviews, the procedure of the Verfassungsrat in Freiburg, i.e. co-drafting (a parallel conceptualisation and composition) has proved to be ideal for an actual equal treatment of both languages. Although this model entails additional work, interviews and literature support the notion that such an effort is justified if not essential for a constitution. It is, therefore, recommended that this model be adopted in the upcoming revision in Valais and that linguists be involved in order to meet the requirements of a legal text in terms of comprehensibility. The procedure should be formalised. The aim should be to have not only a constitutional text in two languages but to result in a constitution in which both language versions are actually originals.
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/20525
License (according to publishing contract): CC BY 4.0: Attribution 4.0 International
Departement: Applied Linguistics
Appears in collections:Graduate Papers in Applied Linguistics

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