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Publication type: Working paper – expertise – study
Title: Ausbau der Stromproduktion aus Photovoltaik in der Schweiz : Bedarf, Potential und Umsetzung
Authors : Rohrer, Jürg
et. al : No
DOI : 10.21256/zhaw-2654
Extent : 21
Issue Date: Jul-2020
Publisher / Ed. Institution : ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Language : German
Subjects : Photovoltaik; Arbeitsplätze
Subject (DDC) : 333.7: Land, recreational areas and energy
Abstract: Der Bundesrat hat sich zum Ziel gesetzt, dass die Schweiz bis 2050 klimaneutral werden soll. Dies bedeutet, dass bis spätestens 2050 die Treibhausgasemissionen im Inland auf Netto-Null reduziert werden müssen. Da aktuell Dreiviertel der Schweizer Treibhausgasemissionen energiebedingt sind, wird dieses Ziel grosse Auswirkungen auf das Energiesystem haben: das Energiesystem muss dekarbonisiert werden. Die Dekarbonisierung wird zu einem zunehmenden Bedarf an Strom führen. Zusätzlich muss der wegfallende Strom aus Atomkraftwerken ersetzt werden. Dies gilt auch für die benachbarten Länder, sodass die Möglichkeit Strom zu importieren, in Zukunft mindestens zu gewissen Zeiten eingeschränkt sein könnte. Der zusätzliche Strombedarf infolge der Dekarbonisierung des Verkehrs, der Wärmeerzeugung für Gebäude sowie dem Ausschalten der AKW kann grundsätzlich durch erneuerbare Energien innerhalb der Schweiz erzeugt werden. Zieht man vom zukünftigen Strombedarf für das Jahr 2050 die Potentiale von Windkraft, Wasserkraft, Biomasse und die Effizienzpotentiale ab, so verbleibt ein Strombedarf von ca. 44 TWh. Dies entspricht ungefähr einer konservativen Abschätzung des Potentials für Photovoltaik auf Gebäuden, Parkplätzen, und Autobahnböschungen. Die Dekarbonisierung der übrigen Bereiche und die Zwischenspeicherung von Strom (Umwandlungs- und Speicherverluste) wird den Strombedarf zusätzlich erhöhen, sodass entweder grössere Anstrengungen im Bereich Energieeffizienz oder die Erschliessung weiterer Potenziale wie z.B. der Bau von PV-Anlagen über Perrons, auf Strassen, über Lawinenverbauungen, sowie auf Freiflächen im Gebirge oder im Flachland notwendig sein werden. Damit eine PV-Produktion von 44 TWh bis 2050 erreicht werden kann, sollten die Potentiale auf den Gebäudehüllen möglichst vollständig ausgeschöpft werden und der Zubau von Photovoltaik muss um den Faktor 4 beschleunigt werden. Dies erfordert gegenüber heute zusätzliche politische Massnahmen, wie zum Beispiel eine Solarpflicht für bestehende Gebäude oder Vorgaben an die Kantone für die Produktion von erneuerbaren Energien. Ein rascherer Ausbau der Photovoltaik würde innerhalb von drei bis vier Jahren etwa 14'000 neue Arbeitsplätze im Bausektor schaffen. Davon wären 12'000 Arbeitsplätze für Monteure, welche durch eine kurze Anlehre von wenigen Tagen oder Wochen umgeschult werden könnten. Die restlichen rund 2'000 Arbeitsplätze betreffen PV-Fachplaner, welche je nach Vorbildung eine etwa halbjährige Umschulung benötigen.
Further description : Erstellt im Auftrag der Schweizerischen Energie-Stiftung (SES)
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/20231
License (according to publishing contract) : Licence according to publishing contract
Departement: Life Sciences and Facility Management
Organisational Unit: Institute of Natural Resource Sciences (IUNR)
Appears in Collections:Publikationen Life Sciences und Facility Management

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