Please use this identifier to cite or link to this item: https://doi.org/10.21256/zhaw-20219
Publication type: Working paper – expertise – study
Title: MIKE – Medien, Interaktion, Kinder, Eltern : Ergebnisbericht 2019
Authors : Waller, Gregor
Suter, Lilian
Bernath, Jael
Külling, Céline
Willemse, Isabel
Martel, Nicolas
Süss, Daniel
et. al : No
DOI : 10.21256/zhaw-20219
Extent : 94
Issue Date: Apr-2020
Publisher / Ed. Institution : ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Publisher / Ed. Institution: Winterthur
Language : German
Subjects : Mediennutzung; Kinder; Primarschule; Schweiz; Eltern
Subject (DDC) : 302: Social interaction
305: Social groups
Abstract: MIKE steht für Medien, Interaktion, Kinder, Eltern. Die Studie wird seit 2015 im Zweijahresrhythmus durchgeführt und gibt ein repräsentatives Bild über das Medienverhalten von in der Schweiz lebenden Kindern im Primarschulalter. Im Jahr 2019 wurden insgesamt 1103 Kinder und 562 Elternteile befragt. Die wichtigsten Befunde der MIKE-Studie 2019 sind: - Kinder in der Schweiz haben ein grosses Repertoire an Medienangeboten in den Haushalten zur Verfügung. Trotzdem stehen nicht mediale Tätigkeiten wie Sportmachen oder Spielen ganz zuoberst in der Gunst der Primarschulkinder. - Knapp die Hälfte aller befragten Kinder besitzt ein eigenes Smartphone, das sie im Schnitt mit knapp 10 Jahren erhalten haben. Mit dem Erhalt eines eigenen Smartphones verändert sich die Nutzung digitaler Medien markant: Internet, soziale Netzwerke oder YouTube gelangen damit vermehrt in den Fokus der Kinder. - Über das gesamte Primaschulalter hinweg ist das Fernsehen nach wie vor das am häufigsten genutzte elektronische Medium. - Das beliebteste Game 2019 war das Koop-Survival-Spiel Fortnite. Dieser Befund ist insofern überraschend, weil das Game offiziell erst ab 12 Jahren empfohlen wird und die meisten befragten Kinder dieses Alter noch nicht erreicht haben. - Ähnliches zeigt sich bei Filmen und TV-Serien. Dort ist Harry Potter bei den Kindern hoch im Kurs: eine Filmreihe, die zum Teil auch erst ab 12 Jahren freigegeben ist. - Sowohl mit Fernseh- wie auch mit Internetinhalten machen die Kinder mehr positive als negative Erfahrungen. Angstauslösend sind Szenen aus Horrorfilmen und -videos, Darstellungen von Mord und Tod sowie Fantasyfilme wie Harry Potter. Kinder entwickeln im Umgang mit verstörenden Inhalten eigene Bewältigungsstrategien. Zu den häufigsten gehören Ablenkung oder das Gespräch mit Eltern. - Das elterliche Freizeitverhalten hängt stark mit demjenigen ihrer Kinder zusammen. Deshalb ist es wichtig, dass sich Eltern ihrer Vorbildrolle bewusst sind. - Der Medienumgang wird in den meisten der befragten Familien reguliert und teilweise auch überwacht. Allerdings zeigt die Stichprobe der Eltern ein verzerrtes Bild: Mütter mit hoher Bildung sind darin überproportional vertreten. Weitere Aspekte im Spannungsfeld Familie und Medien, die in der Studie behandelt werden, sind unter anderem die Zufriedenheit der Eltern mit dem Medienumgang ihrer Kinder, die Bekanntheit und Einhaltung von Altersempfehlungen, das Wissen über die Internetnutzung des Kindes oder die Nutzung technischer Möglichkeiten zum Schutz des Kindes vor ungeeigneten Inhalten. Die erhobenen medialen und nonmedialen Freizeittätigkeiten von Kindern und Eltern werden jeweils nach folgenden Merkmalen analysiert: Alter, Geschlecht, Sprachregion, Herkunft, sozioökonomischer Status, Urbanitätsgrad und Familiengrösse. Die MIKE-Studie liefert ein solides Fundament an repräsentativen Befunden für verschiedene Instituti-onen und Behörden sowie für Privatpersonen.
URI: https://www.zhaw.ch/storage/psychologie/upload/forschung/medienpsychologie/mike/Bericht_MIKE-Studie_2019.pdf
https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/20219
License (according to publishing contract) : Licence according to publishing contract
Departement: Applied Psychology
Organisational Unit: Psychological Institute (PI)
Published as part of the ZHAW project : MIKE-Studie
Appears in Collections:Publikationen Angewandte Psychologie

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