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Publication type: Working paper – expertise – study
Title: Evaluation der wahrgenommenen Sicherheit der Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Winterthur
Authors : Pleger, Lyn Ellen
Mertes, Alexander
Dietrich, Simone
et. al : No
DOI : 10.21256/zhaw-19948
Extent : 31
Issue Date: Nov-2019
Publisher / Ed. Institution : ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Publisher / Ed. Institution: Winterthur
Language : German
Subjects : Subjektives Sicherheitsempfinden; Befragung Bevölkerung Winterthur; Stadtpolizei Winterthur; Unterwegs in Winterthur; Probleme in Winterthur; Verhalten der Stadtpolizei Winterthur
Subject (DDC) : 363: Environmental and security problems
Abstract: Ziel der Studie zum subjektiven Sicherheitsempfinden der EinwohnerInnen der Stadt Winterthur ist eine explorative Erhebung der Wahrnehmung der Sicherheit in Winterthur sowie die Beurteilung der Arbeit der Stadtpolizei Winterthur aus Sicht der Bevölkerung. Die Ergebnisse sollen der Stadtpolizei Winterthur dabei helfen, Massnahmen zur Erhöhung des Sicherheitsempfindens und zur Verbesserung der wahrgenommenen Polizeiarbeit abzuleiten. Die Studie basiert auf einer Online-Befragung, zu welcher sämtliche Haushalte der Stadt Winterthur im August 2019 postalisch eingeladen wurden. Die Ergebnisse beruhen auf Antworten derjenigen BewohnerInnen, die sich freiwillig an der Umfrage beteiligt haben, wodurch die Stichprobe keiner repräsentativen Zufallsstichprobe aller BewohnerInnen der Stadt Winterthur entspricht. Mit der Studie soll nicht die objektive Sicherheitslage in Winterthur gemessen werden, sondern sie hat vielmehr zum Ziel, Einflussfaktoren auf das subjektive Sicherheitsgefühl von BewohnerInnen in Winterthur abzubilden, um daraus praktische Massnahmen für die Stadtpolizei Winterthur ableiten zu können. Die Einladung zur Teilnahme wurde an insgesamt 58’018 Haushalte versandt. Der bereinigte Datensatzsatz besteht aus 4’857 indivi-duellen Antworten, was einer Rücklaufquote von 8.4% entspricht. Der Datensatz setzt sich zu 50% aus männlichen und zu 50% aus weiblichen Befragten zusammen (N=4’831). Die Befragten sind mehrheitlich bereits seit mehr als zehn Jahren in Winterthur wohnhaft (76%). 12% wohnen zwischen sechs und zehn Jahren in Winterthur, 11% zwischen einem und fünf Jahren und 2% weniger als ein Jahr (N=4'843). Hinsichtlich der Altersverteilung der Befragten zeigt sich, dass Personen ab 46 Jahren im Vergleich zur tatsächlichen Altersstruktur der Stadt Winterthur überrepräsentiert sind. Die Altersklasse zwischen 46 und 65 stellt den Modalwert dar (38%). Die zweithäufigste Alterskategorie sind Personen im Alter von 66 oder älter (27%). 29% der Befragten fallen in die Alterskategorie der 26- bis 45-Jährigen, 4% in die Alterskategorie zwischen 18 und 25 und 3% gaben an, zwischen 10 und 17 Jahren alt zu sein (N=4’834). Im Vergleich dazu war die Altersverteilung der Winterthurer Bevölkerung nach den Daten der Fachstelle Statistik 2018 folgendermassen: 9% zwischen 10 und 19 Jahren, 7 % zwischen 20 und 24 Jahren, 33% zwischen 25 und 44 Jahren, 25% zwischen 45 und 64 Jahren und 16% der Bevölkerung von Winterthur war 2018 älter als 65 Jahre. Die Ergebnisse zeigen, dass das subjektive Sicherheitsempfinden der Befragten insgesamt hoch ist, wobei dieses mit steigendem Alter eher abnimmt. Hinsichtlich des Geschlechts zeigten sich keine signifikanten Unterschiede. Bei mehr als der Hälfte (55%) der Befragten blieb das Sicherheitsempfinden in den letzten fünf Jahren unverändert. Für ein Drittel der Befragten verschlechterte sich das Sicherheitsempfinden innerhalb der letzten fünf Jahre und für 12% hat es sich verbessert (N=4’229). Hauptgrund für ein ver-schlechtertes Sicherheitsempfinden stellt für 22% der Befragten die Wahrnehmung der Sicherheitslage im Allgemeinen dar (N=1'375). 45% der Befragten geben an, dass es Stadtkreise gibt, die sie allgemein als unsicher empfinden (N=4’846). Dabei werden das Stadt-zentrum Winterthur und Töss als unsicherste Stadtkreise empfunden, wohingegen Veltheim und Seen als die am wenigsten unsiche-ren Stadtkreise beurteilt werden. 62% der Befragten sind ausserdem der Meinung, dass es in Winterthur Plätze und Orte gibt, an denen sie sich unwohl fühlen (N=4’845), wobei dies insbesondere nachts (68%) oder allgemein (62%) zutrifft. Dennoch werden Orte und Plätze von der Mehrheit der Befragten nicht bewusst gemieden (62%). Zu den meistgenannten Orten und Plätzen in Winterthur, an denen sich eine Mehrheit der Befragten unsicher fühlt, zählt der Bahnhof (50%), gefolgt vom Stadtpark (13%) (N=2'891). Die Mehrheit der Befragten (77%) war in den vergangenen zwölf Monaten keiner Situation ausgesetzt, in der sie sich bedroht gefühlt hat (N=4’835). Von denjenigen Personen, die sich bedroht gefühlt haben (N=1’003), gab mehr als ein Drittel an, sich aufgrund des (auffälligen) Verhaltens von Einzelpersonen oder Gruppen bedroht gefühlt zu haben, ohne selber in die Situation involviert gewesen zu sein (N=969). Was die Probleme in Winterthur betrifft, so werden «Littering» (N=4’830) und «undiszipliniert fahrende FahrzeuglenkerInnen» (N=4’774) von den Befragten als die grössten Probleme wahrgenommen. Die geringste Relevanz wird Problemen im Zusammenhang mit Delikten gegen Leib und Leben sowie Terroranschlägen beigemessen. Als eine der relevantesten Massnahmen zur Erhöhung der Sicherheit in Winterthur nannte eine Mehrheit der Befragten «mehr Schutz von VelofahrerInnen im Strassenverkehr» (N=4’827) sowie «mehr PolizistInnen, die zu Fuss oder mit dem Velo in der Stadt patrouillieren» (N=4’832). Als weitere Sicherheitsmassnahme gaben 19% der Befragten (N=956) «Sanktionen und Kontrollen gegenüber Velo- und TrottinettfahrerInnen» an. Die allgemeine Zufriedenheit mit der Arbeit der Stadtpolizei Winterthur ist unter den Befragten hoch. So gaben 84% der Befragten an, mit der Arbeit der Stadtpolizei Winterthur eher bis sehr zufrieden zu sein. Im Gegensatz dazu gaben 6% der Befragten an, mit der Arbeit der Stadtpolizei Winterthur eher bis sehr unzufrieden zu sein (N=4’539). Weiter zeigen die Ergebnisse ein im Allgemeinen hohes der Befragten Vertrauen in die Polizei (N=4’797). Im Hinblick auf die Tätigkeitsbereiche der Stadtpolizei Winterthur macht die Stadtpolizei aus Sicht der Mehrheit der Befragten genau richtig viel in den Bereichen «mit Inseraten und Plakaten auf Gefahren aufmerksam machen» (76%, N=4’780) sowie «Unterstützung der Bevölkerung bei Problemen» (75%, N=4’682). Die Bereiche, in denen die Stadtpolizei nach Ansicht von 58% der Befragten zu wenig macht, sind «uniformierte Fuss-/Velopatrouillen im Wohnquartier» (N=4’763) und für 49% «in Uniform auf der Strasse und auf Plätzen in Winterthur präsent sein» (49%, N=4’787). Das Verhalten der Stadtpolizei Winterthur wird insgesamt positiv beurteilt. Dabei stimmten die Befragten durchschnittlich am meisten der Aussage zu, dass die Stadtpolizei Winterthur den Anruf rasch entgegenge-nommen hat (N=1'279). Die durchschnittlich geringste Zustimmung findet sich unter den Befragten zu der Aussage «Die Stadtpolizei Winterthur hat mir bei der Lösung meines Problems geholfen» (N=1’552). 50 % der Befragten bringt in der offenen Frage (N=1’593) auch Lob oder Dank an und 8 % der Befragten äussern sich gegenüber der Stadtpolizei kritisch. Zusammenfassend deuten die Ergebnisse darauf hin, dass die Befragten mit der Arbeit der Stadtpolizei insgesamt zufrieden sind und sie dieser ein hohes Vertrauen entgegenbringen. Hinsichtlich des subjektiven Sicherheitsempfinden fühlen sich die Befragten insbe-sondere nachts an bestimmten Orten und Plätzen unsicher. Dazu zählen primär der Bahnhof und der Stadtpark. Als eines der grössten Probleme in Winterthur beurteilen die Befragten das Littering sowie undisziplinierte FahrzeuglenkerInnen. In Bezug auf die Sicher-heitsmassnahmen fordern die Befragten mehr Schutz für VelofahrerInnen und FussgängerInnen. Des Weiteren wünschen sie sich mehr Präsenz von PolizistInnen, die zu Fuss oder mit dem Velo in der Stadt patrouillieren.
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/19948
License (according to publishing contract) : Licence according to publishing contract
Departement: School of Management and Law
Organisational Unit: Institute of Public Management (IVM)
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