Please use this identifier to cite or link to this item: https://doi.org/10.21256/zhaw-19271
Publication type: Bachelor thesis
Title: Genetische Erfolgskontrolle der Seeforellenbesatzpraktik in Zürichsee-Zuflüsse
Authors : Napitupulu, Tracy
Advisors / Reviewers : Pietsch-Schmied, Constanze
Refardt, Dominik
DOI : 10.21256/zhaw-19271
Extent : 46
Issue Date: 2019
Publisher / Ed. Institution : ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Publisher / Ed. Institution: Winterthur
Language : German
Subjects : Populationsgenetik; genetische Erfolgskontrolle; Salmo trutta; Mikrosatelliten; Seeforellenbesatzpraktik
Subject (DDC) : 570: Biology
590: Animals (Zoology)
Abstract: Die Seeforelle Salmo trutta f. lacustris gehört zu den am meisten gefährdeten Tierarten in den Schweizer Gewässern. Eine nachhaltige Bewirtschaftung der Gewässer spielt eine bedeutende Rolle, um die Erhaltung dieser Art zu gewährleisten. Die Dorfbäche in Küsnacht, Erlenbach, Meilen und Feldbach werden seit Jahren mit Nachkommen des Muttertierstamms aus der Fischzucht Stäfa besetzt, jedoch liegen noch keine genetische Erfolgskontrollen vor. Das Ziel dieser Arbeit ist die populationsgenetische Untersuchung der Art Salmo trutta in diesen Zürichsee-Zuflüssen, um den Erfolg der bisherigen Besatzmassnahmen zu untersuchen. Dabei wurden mit 19 Mikrosatelliten-Loci die genetischen Unterschiede und die genetische Vielfalt zwischen und innerhalb der Populationen analysiert. Hoch signifikante (p < 0.001) genetische Unterschiede wurden zwischen dem Muttertierstammbesatz und den Individuen in allen Dorfbächen nachgewiesen, was darauf hindeuten könnte, dass zwischen den Besatzfischen und den anderen Populationen aus den Dorfbächen kein freier Genaustausch stattfindet. Weiter war die genetische Variabilität der beprobten Individuen aus den Dorfbächen aufgrund der Allel-Anzahl (AR) höher als im Muttertierstammbesatz, was einen Verlust der genetischen Vielfalt bei den Besatzfischen erklärt. Dadurch ist ihre Fähigkeit, sich an neue Umweltbedingungen anzupassen, stark reduziert. Die genetische Verarmung in der Fischzucht Stäfa konnte ebenso mit einem signifikanten Heterozygotenüberschuss (p < 0.05) nachgewiesen werden. Diese Abweichung des Mutations-Drift-Gleichgewichts wirkt sich nachteilig auf nachkommende Generationen aus, da viele Allele verloren gingen. Signifikante Kopplungsungleichgewichten (LD) kamen bei den Besatzfischen gehäuft vor. Das könnte auf eine sehr kleine Population oder auf eine nicht zufällige Partnerwahl hindeuten. Diese Beobachtungen könnten die Abweichungen vom Hardy-Weinberg-Gleichgewicht an 11 von 19 Loci bei den Seeforellen aus der Muttertierhälterung erklären. Aufgrund der genetischen Unterschiede und Verarmung in den Besatzfischen sollen die Dorfbäche nicht mehr weiter besetzt werden. Die Populationen in den Dorfbächen weisen eine hohe genetische Vielfalt auf. Dadurch können sie sich gut an die veränderliche Umwelt anpassen. Dies soll bewahrt werden, um die Erhaltung der Art Salmo trutta zu gewährleisten. Bei den Seeforellen gilt es prioritär zu beachten, dass sie einen uneingeschränkten Zugang zu ihren Laichplätzen haben. Wanderhin-dernisse sollen womöglich beseitigt werden.
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/19271
License (according to publishing contract) : Licence according to publishing contract
Departement: Life Sciences and Facility Management
Appears in Collections:Bachelorarbeiten Umweltingenieurwesen

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