Publikationstyp: Konferenz: Sonstiges
Art der Begutachtung: Keine Angabe
Titel: Ringen um (Be-)Deutung : die Normalisierung und Legitimierung sexualisierter Gewalt in Paarbeziehungen
Autor/-in: Nef, Susanne
et. al: No
Angaben zur Konferenz: Konferenz der Schweizerischen Gesellschaft für Geschlechterforschung (SGGF), «Violent Times, Rising Protests: Structures, Experiences, and Feelings», Bern, 12.-13. September 2019
Erscheinungsdatum: 2019
Sprache: Deutsch
Schlagwörter: Gewalt im Geschlechterverhältnis; Häusliche Gewalt; Sexuelle Gewalt; Soziale Normen; Normative Gewalt- und Opferbilder; Normative Beziehungsbilder
Fachgebiet (DDC): 303: Soziale Prozesse
Zusammenfassung: In diesem Beitrag wird der De-/Legitimierung häuslicher Gewalt im Rahmen von Interviews nachgegangen. Fokussiert wird darauf, wie Gewalt von den interviewten Betroffenen erfahren wird. Die Rekonstruktionen geben Aufschluss darüber, was als Gewalt angesehen wird und wie die Gewalterfahrungen von den Betroffenen gedeutet werden. Dadurch werden die sinnstiftenden Prozesse offengelegt, die die Betroffenen der Gewalt verleihen, indem sie diese (Be-)Deutungen von Gewalt sozial herstellen. Der Schwerpunkt wird auf Gewalt als nicht nur Gegenstand leiblicher Erfahrung, sondern vor allem auch Gegenstand sozialer, intersubjektiver Deutungs- und Aushandlungsprozesse gesetzt. Exemplarisch vertiefend wird die De-/Legitimierung sexualisierter Gewalt in Beziehungen betrachtet. Daran wird aufgezeigt, wie die Befragten die Legitimität der erfahrenen Verletzungsverhältnisse über normative (Geschlechter-)Bilder herstellen, welche als Rechtfertigungs- und Legitimitätsordnungen fungieren. Zur Reifizierung und Normalisierung von (Macht-)Asymmetrien trägt auch die Norm der sexuellen Verfügbarkeit bei. Dabei wird von den Interviewten die Paarbeziehung als wirkmächtigster Erfahrungsraum entworfen. Paarbeziehungen werden ihrerseits als «natürliche» und «legitime» Räume für Sexualität konzeptualisiert, sodass sie in Kontrastierung zu normativen Gewalt- oder Täterbildern (z.B. der Vergewaltiger als der unbekannte Täter im öffentlichen Raum) einen «Nicht-Raum» für sexualisierte Gewalt darstellen.
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/18205
Volltext Version: Publizierte Version
Lizenz (gemäss Verlagsvertrag): Lizenz gemäss Verlagsvertrag
Departement: Soziale Arbeit
Organisationseinheit: Institut für Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe (IVGT)
Enthalten in den Sammlungen:Publikationen Soziale Arbeit

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