Please use this identifier to cite or link to this item: https://doi.org/10.21256/zhaw-3289
Title: ORSA Schweiz : wo stehen die Schweizer Versicherer? : Studie 2017
Authors : Zeier Röschmann, Angela
Barth, Sebastian
Wipf, Denise
Zumsteg, Stefan
Extent : 21
Publisher / Ed. Institution : ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Publisher / Ed. Institution: Winterthur
Issue Date: 2017
License (according to publishing contract) : Licence according to publishing contract
Language : German
Subject (DDC) : 332: Financial economics
Abstract: Die vorliegende Studie untersucht den Stand der Umsetzung des ORSA durch Schweizer Direktversicherer, Rückversicherer und Krankenversicherer. Die Erkenntnisse aus einer standardisierten Befragung und Expertengesprächen deuten darauf hin, dass die befragten Versicherer ORSA zwar implementiert haben, dieses aber noch wenig in die Entscheidungsprozesse eingebettet ist. Ziel der Studie ist es, die Erfahrungen aus der ersten Durchführung des ORSA hinsichtlich organisatorischer Einbettung, Herausforderungen sowie Art und Anzahl von angewandten Szenarien, Berechnungen und Risiken in der Schweiz darzustellen. Aus den Ergebnissen lassen sich Status Quo der Implementierung, Nutzen und Handlungsfelder für die kommende Durchführung ableiten. Die Umsetzung von ORSA ist gemäss den Befragten bereits weit vorangeschritten. Die Mehrheit gibt an, ORSA bereits vollumfänglich implementiert oder die wichtigsten Anpassungen umgesetzt zu haben. Die Beurteilung des Nutzens von ORSA und wie ORSA als Steuerungsinstrument eingesetzt wird, fällt aber bei den Befragten sehr unterschiedlich aus. Die grössten Herausforderungen der Umsetzung bestanden darin, eine Mehrjahresperspektive einzunehmen, den ORSA-Prozess in bestehende Prozesse einzubetten sowie die Szenarien, und insbesondere ein existenzbedrohendes Szenario, zu bestimmen und zu quantifizieren. Die Hauptverantwortung der Durchführung liegt mehrheitlich beim Risikomanagement, bei kleineren Versicherern zudem stark beim Aktuariat. Auch geben grössere Versicherer eher an, unternehmensübergreifend für die ORSA-Erstellung zusammenzuarbeiten. Die Resultate zeigen, dass der Verwaltungsrat grösserer Unternehmen stärker in die Steuerung des ORSA-Prozesses involviert ist. Die Beurteilung des Einflusses von ORSA auf strategische Geschäftsprozesse hängt stark mit dem Entwicklungsstand der ORSA-Implementierung zusammen. Am stärksten hat ORSA die Formulierung von Risikoappetit und -toleranz tangiert. Kranken- und Direktversicherer verweisen zudem auf das Asset Management. Demgegenüber steht bei den Rückversicherern die Dividendenplanung stark im Fokus. Positiv beeinflusst zu haben scheint ORSA bereits die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit und den Dialog zwischen Bereichen und Hierarchien. Deutliche Unterschiede zeigen sich in den Aussagen nach Geschäftsfeld. Direktversicherer geben einen geringeren Durchführungsaufwand an als Rück- und Krankenversicherer. Kranken- und Direktversicherer nahmen eher externe Unterstützung in Anspruch im Vergleich zu Rückversicherern. Auch beim Umfang bestehen Unterschiede zwischen den Sparten. Rückversicherer haben tendenziell mehr Szenarien betrachtet und umfangreichere Berichte eingereicht. Die Verfügbarkeit der personellen Ressourcen scheint vor allem bei Krankenversicherern ein Thema zu sein. Die Mehrheit der Versicherer arbeitet mit einer 3-Jahres-Betrachtung. Als Risiko-mindernde Massnahmen wurden vor allem die Rückversicherung sowie die Anpassung der Anlagestrategie verwendet. Zukünftig wünschen sich viele der befragten Unternehmen eine stärkere Praxisorientierung, mehr Konstanz und eine stärkere Berücksichtigung des Proportionalitätsprinzips seitens der Aufsicht. Unter den grösseren Versicherern gibt es auch Stimmen, die sich eine stringentere Anlehnung an Prinzipien wünschen. Abhängig des Risikomanagements stehen Schweizer Versicherer nun vor unterschiedlichen Herausforderungen. Während bei einigen Versicherern die Abbildung der Mehrjahresplanung und Sensibilisierung der Entscheidungsgremien im Fokus steht, geht es bei anderen um die Etablierung von ORSA als Steuerungsinstrument.
Departement: School of Management and Law
Organisational Unit: Center for Risk & Insurance (ZRI)
Publication type: Working paper – expertise – study
DOI : 10.21256/zhaw-3289
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/16995
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