Title: Bezugswissenschaften und Ergotherapie : evidenzbasierte Praxis
Authors : Hengen-Lang, Daniela
Roos, Kim Caroline
Published in : Studienführer : Health Care Studies : Bachelor of Science (B.Sc.)
Pages : 1
Pages to: 59
Publisher / Ed. Institution : Hamburger Fern-Hochschule HFH
Publisher / Ed. Institution: Hamburg
Issue Date: 2011
License (according to publishing contract) : Licence according to publishing contract
Type of review: No review
Language : German
Subjects : Wissenschaft; Ergotherapie; Evidenzbasierte Praxis
Subject (DDC) : 615.8515: Occupational therapy
Abstract: EBP stellt eine grosse Qualitätsverbesserung im Gesundheitswesen dar. Sowohl alle Mitarbeiter(innen) im Gesundheitswesen, wie auch alle Betroffenen können sich heutzutage über mögliche Behandlungsformen informieren und sich so gegenseitig zu einer klientenzentrierten, optimalen Behandlung anhalten. Die (ergotherapeutische) Fachwelt setzt sich kritisch mit den Anforderungen evidenzbasierter Praxis auseinander und versucht, methodische Schwierigkeiten zu lösen. Evidenzbasierte Praxis hat als zentrales Anliegen, die berufliche Praxis mit wissenschaftlichen Beweisen zu untermauern. Dabei wird zwischen externer Evidenz, d.h. generelle wissenschaftliche Studien zur Wirksamkeit therapeutischer Massnahmen, und interner Evidenz, der Einzelfallentscheidung unter Einbezug der individuellen Situation des Klienten / der Klientin, unterschieden. Die Evidenzbasierte Praxis hat das Ziel, den vernünftigen und besten Gebrauch von Wissenschaft für Entscheidungen in der medizinischen Versorgung zu erleichtern. Durch die Forderung nach einem verbesserten Gesundheitswesen in den letzten Jahrzehnten und die erleichterte Verbreitung von Forschungsinformationen durch das Internet konnte sich die Evidenzbasierte Praxis im Gesundheitswesen fest etablieren. Der Prozess des Evidenzbasierten Praxis gliedert sich in die Schritte: 1. Identifizierung eines Problems oder Festlegung einer Fragestellung, 2. Suchen der besten externen Evidenz, 3. kritische Bewertung der recherchierten Literatur, 4. Anwendung und 5. Evaluation des gesamten Prozesses. Um eine geeignete Fragestellung zu formulieren, kann das PICO-Format angewendet werden, in dem das Problem, die Intervention, die Beschreibung möglicher Alternativen und das Ergebnis in der Fragestellung genannt werden sollte. Weiterhin können auch der Effekt einer Intervention, die Erfahrungen von Klient(inn)en, der Krankheitsverlauf und die Genauigkeit von diagnostischen Tests berücksichtigt werden. Für die Suche nach externer Evidenz eignen sich die elektronischen Datenbanken, die nationale und internationale Forschungsartikel aufführen. In welchen Datenbanken nach relevanter Literatur gesucht werden kann, ergibt sich aus der Fragestellung und dem Fachgebiet der eigenen Fragestellung. Die recherchierte Literatur sollte dann kritisch beurteilt und mit Blick auf die eigene Fragestellung gewichtet werden. Da der Prozess der Evidenzbasierten Praxis einige Fähigkeiten und Ressourcen von den behandelnden Therapeut(inn)en fordert, wurden verschiedene Hilfsmittel entwickelt, um die praktische Umsetzung zu erleichtern. Leitlinien fassen das verfügbare Wissen einer Fragestellung systematisch zusammen und geben konkrete Handlungsempfehlungen ab. Die Integration der internen Evidenz beinhaltet die Exploration der Vorstellungen der Klient(inn)en, die therapeutische Expertise und die Evaluation. Zur Exploration der Vorstellung der Klient(inn)en wurden zahlreiche klientenzentrierte Erfassungsinstrumente entwickelt. Bei der Evaluation wird das Ergebnis der Therapie mit der Zielsetzung verglichen. Auch da kann die Ergotherapie auf verschiedene Assessments zur strukturellen Unterstützung zurückgreifen.
Departement: Health Professions
Organisational Unit: Institute of Occupational Therapy (IER)
Publication type: Book Part
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/16966
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