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Titel: Analyse und Modellierung von Eisenbahnunfällen
Autoren: Moser, Martin
Schibig, Gregor
Reif, Monika Ulrike
Tschumi, Jürg
Würgler, Dieter
Herausgeber: Hilbes, Christian
Verlag / Hrsg. Institution: ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Verlag / Hrsg. Institution: Winterthur
Erscheinungsdatum: Nov-2017
Reihe: IAMP Safety Critical Systems
Sprache: Deutsch / German
Fachgebiet (DDC): 363: Umwelt- und Sicherheitsprobleme
Zusammenfassung: Die Eisenbahn gilt als eines der sichersten Transportmittel. Trotzdem kommt es auch heute noch regelmässig zu Kollisionen zwischen Zügen und zu Kollisionen an Bahnübergängen mit dem Individualverkehr. Diese Unfälle gilt es auf ein Minimum zu reduzieren. Daher wird in der Arbeit einerseits zusammen mit dem Industriepartner ENOTRAC ein bestehendes physikalisches Modell zur Vorhersage des Schadensausmasses (Tote, Schwerverletzte und Verletzte im Zug) weiterentwickelt und validiert. Dieses Modell unterstützt das Erstellen von Risikoanalysen für die Zulassung von Fahrzeugen und Betriebsformen im Eisenbahnverkehr. Kommt es trotzdem zu Unfällen, müssen diese mit geeigneten Methoden untersucht werden. Nur so ist es möglich, den grösstmöglichen Lerneffekt daraus zu ziehen um gleiche Unfälle zukünftig zu verhindern. Konkret wird die Unfalluntersuchungsmethode «CAST» hinsichtlich der Anwendbarkeit für Eisenbahnunfälle analysiert. Das bestehende Modell für Kollisionen an Bahnübergängen der Firma ENOTRAC wird anhand statistischer Auswertungen sowie der Anwendung von realen Referenzunfällen optimiert und validiert. Mit diesem validierten Modell ist es nun möglich, das Schadensausmass für Zugskollisionen mit Strassenfahrzeugen in den vorgegebenen Ausmasskategorien abzuschätzen. Zusätzlich wird das Modell auf Kollisionen zwischen zwei Zügen angewendet. Mit der Anpassung einiger Parameter kann das Modell für Fragestellungen im Bereich von Risikoanalysen genutzt werden. Ebenfalls wird in dieser Arbeit die systemorientierte Unfallanalysemethode «CAST» untersucht, ob diese sich besser eignet als herkömmliche Unfalluntersuchungsmethoden, Ursachen für Unfälle im Eisenbahnverkehr zu finden. Die Methode berücksichtigt das gesamte System, welches bei einem Unfall beteiligt war, um daraus zufällige oder systematische Fehler im System oder im Prozess zu offenbaren. Die Methode wurde anhand eines realen Unfalls getestet und mit den bestehenden Untersuchungsberichten verglichen. Dadurch konnten zusätzliche Unfallursachen identifiziert werden. Das weiterentwickelte ENOTRAC Modell eignet sich sehr gut für die Abschätzung des Schadensausmasses bei Kollisionen an Bahnübergängen. Für die Kollision zwischen zwei Zügen kann das physikalische Modell im aktuellen Entwicklungsstand allerdings nur einen groben Rahmen für das Schadensausmass vorgeben. Die Unfalluntersuchungsmethode «CAST» eignet sich für den Einsatz im Eisenbahnverkehr, weil sie die Möglichkeit bietet, auch nicht unmittelbar mit einem Unfall zusammenhängende Ursachen aufzuzeigen.
Departement: School of Engineering
Organisationseinheit: Institut für Angewandte Mathematik und Physik (IAMP)
Publikationstyp: Working Paper – Gutachten – Studie / Working Paper – Expertise – Study
DOI: 10.21256/zhaw-1486
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/1660
Enthalten in den Sammlungen:IAMP Safety Critical Systems

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