Please use this identifier to cite or link to this item: https://doi.org/10.21256/zhaw-2341
Title: Burnout aus gesellschaftstheoretischer Perspektive : Was sind gesellschaftliche Bedingungen für Burnout? Wie umgehen mit modernen Arbeitsbedingungen?
Authors : Bernet, Elias
Advisors / Reviewers : Schmidt Boner, Ladina
Gadola, Erika
Extent : 47
Publisher / Ed. Institution : ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Publisher / Ed. Institution: Winterthur
Issue Date: 2018
License (according to publishing contract) : Licence according to publishing contract
Language : German
Subject (DDC) : 158: Applied psychology
Abstract: Seit etwa drei Jahrzehnten haben Burnouterkrankungen deutlich zugenommen. Wie ist diese Häufung zu erklären? Diese Masterarbeit setzt nicht wie üblich an einer psychologischen, sondern an einer gesellschaftstheoretischen Perspektive an. Das Ziel ist, ein Verständnis für die Kontexte, in denen Individuen bei Belastungen der modernen Arbeits- und Lebenswelt eingebunden sind, zu entwickeln. In Organisationen stellt sich das Problem, dass sich die Menschen aufgrund zunehmender Koordinationsarbeiten, die den Handlungsspielraum einschränken, vermehrt als Getriebene fühlen. Digitale Innovationen wie z.B. Smartphones haben die Arbeit räumlich und zeitlich entgrenzt und korrumpieren klare Erholungsphasen, was einen nachweislichen Einfluss auf die Gesundheit und die Schlafqualität hat. Die Beschleunigung in der Arbeitswelt und die Flexibilisierung machen Lebensverläufe unkalkulierbar und können ein Gefühl der Überforderung und der Verunsicherungen auslösen. Die hohen Leistungsansprüche der Menschen führen dazu, dass auch die Freizeit immer mehr einer Leistungslogik unterworfen wird und dadurch Erholungsphasen sowohl an Quantität als auch an Qualität einbüssen. Die vielen Wahlmöglichkeiten der Multioptionsgesellschaft können zu Überforderungen und Frust führen, wenn das Gefühl entsteht, die Wahlfreiheit nicht optimal ausschöpfen zu können. Diese Erklärungsansätze machen deutlich, dass Burnout kein rein individuelles Phänomen ist, sondern auch mit gesellschaftlichen Dynamiken zu tun hat.
Departement: Applied Psychology
Organisational Unit: Institute of Applied Psychology (IAP)
Publication type: Master Thesis
DOI : 10.21256/zhaw-2341
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/14469
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