Please use this identifier to cite or link to this item: https://doi.org/10.21256/zhaw-2246
Publication type: Master thesis
Title: Innovative Moments und Direktivität im Career Construction Interview
Authors: Kniest, Thomas
Kreuzer, Kevin
Advisors / Reviewers: Schreiber, Marc
DOI: 10.21256/zhaw-2246
Extent: 77
Issue Date: 2018
Publisher / Ed. Institution: ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Publisher / Ed. Institution: Winterthur
Language: German
Subject (DDC): 158: Applied psychology
331: Labor economics
Abstract: Macht es einen Unterschied, ob Berater in der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung sich bei der Anwendung des Career Construction Interviews (CCI) mit ihren Hypothesen zurückhalten oder diese aktiv mit in die Beratung einfliessen lassen? Und eignet sich das Innovative Moments Coding System (IMCS), welches im Rahmen von Psychotherapien entwickelt wurde, bei der Analyse von auf Video aufgezeichneter Beratungen, um Antworten hierüber zu geben? Dies sind die beiden zentralen Fragen der vorliegenden Arbeit. Zunächst werden die theoretischen Grundlagen zum Life Design Ansatz und dem Career Construction Interview, der Direktivität und zum Innovative Moments Coding System knapp dargestellt. Anschliessend werden vier am Institut für angewandte Psychologie der ZHAW entstandene Beratungsvideos mit Hilfe des Innovative Moments Coding System detailliert ausgewertet. Zwar hat ein Forscherteam um Paulo Cardoso bereits mit Hilfe des IMCS transkribierte Laufbahnberatungen analysiert, den Autoren ist hingegen keine Studie bekannt, in der das IMCS zur Analyse von Videosequenzen aus der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung angewendet wurde. Insofern hat die Arbeit einen qualitativ-explorativen Charakter. Die Ergebnisse machen deutlich, dass sich das IMCS sehr gut zur Auswertung der Beratungsvideos eignet. Hierfür waren allerdings einige Anpassungen nötig. Beispielsweise Entscheidungen darüber, wie ein Innovative Moment aussieht, der sich nicht auf ein diagnostizierbares Problem, wie in der Psychotherapie, bezieht, sondern auf eine Fragestellung im Laufbahnkontext. Im Diskussionsteil gehen die Autoren ausführlich auf diese Probleme ein und geben Hinweise, die für das Entstehen eines Kodierungsmanuals für zukünftige quantitative Studien hilfreich sind. Die vorliegende Arbeit zeigt zudem deutlich, dass sich das Career Construction Interview eignet um schon in der ersten Beratungssitzung eine Vielzahl von Innovative Moments zu provozieren (22,5 pro Video im Durchschnitt). Die Autoren waren zudem in der Lage fünf der sieben verschiedenen Arten von Innovative Moments zu identifizieren, ein weiterer Indikator für den Wert des Career Construction Interviews. Des Weiteren konnten die Autoren mit dem IMCS messen, ob und inwiefern die Beratenden direktiv vorgegangen sind. In der Auswertung der Videos finden sich deutliche Hinweise darauf, dass nicht-direktives Vorgehen mehr Innovative Moments mit höherer Qualität und in grösserer Vielfalt auslöst und insofern dem direktiven Vorgehen überlegen sein könnte. Der explorative Charakter der Studie lässt jedoch hierüber keine abschliessenden Schlüsse zu. Die Ergebnisse deuten aber darauf hin, dass eine nachfolgende quantitative Studie wichtige Erkenntnisse für die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung zu Tage fördern könnte.
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/14104
License (according to publishing contract): Licence according to publishing contract
Departement: Applied Psychology
Organisational Unit: Institute of Applied Psychology (IAP)
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