Please use this identifier to cite or link to this item: https://doi.org/10.21256/zhaw-1341
Title: Risikoprofilierung von Privatanlegern in der Schweiz : eine Untersuchung der Korrelation von Risikotoleranz und Finanzfachwissen
Authors : Sejdiji, Zimer
Advisors / Reviewers : Hohgardt, Holger
Publisher / Ed. Institution : ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Issue Date: 2017
Language : Deutsch / German
Subject (DDC) : 302: Soziale Interaktion
332.6: Investition
Abstract: Ausgangslage: In Anbetracht der immer stärker werdenden Regulierungen im Finanzbereich, die unter anderem den Kundenschutz auf dem Finanzmarkt stärken und den europäischen Finanzmarkt-Anschluss sicherstellen sollen, werden immer höhere Anforderungen an die Kundenberater und die Finanzdienstleister gestellt. Diese sollen nun alle Kunden in eines der Segmente Privatkunden, qualifiziere Anleger oder institutionelle Anleger einordnen und ihnen die ausgewählte Asset Allocation anhand eines im Voraus ermittelten Risikoprofils, bestehend aus Anlagehorizont, Risikofähigkeit und Risikotoleranz, erklären und in geeigneter Weise dokumentieren. Dabei können Anlagehorizont und Risikofähigkeit der Kunden mit gegebenen und verfügbaren quantitativen Informationen einfach und genau bestimmt werden. Die Risikotoleranz hingegen kann nicht so leicht ermittelt werden, da bei deren Ermittlung verschiedene Komponenten eine Rolle spielen, die nicht quantitativ bestimmbar sind. Ziel: Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht daher, wie sich eine solche qualitative Komponente, konkret das Finanzfachwissen, auf die Risikotoleranz auswirkt. Erklärtes Ziel der Arbeit ist es somit, die beiden folgenden Fragestellungen zu beantworten: a) Besteht bei den Privatanlegern in der Schweiz eine positive Korrelation zwischen Risikotoleranz und Finanzfachwissen? b) Wie stark korreliert (positiv oder negativ) die Risikotoleranz der Privatanleger in der Schweiz mit deren Finanzfachwissen? Vorgehen: Mit dem Einsatz einer Online-Umfrage, bestehend aus zehn Multiple-Choice-Fragen aus dem Finanzbereich sowie einem wissenschaftlich erstellten Risikotoleranzfragebogen aus der Praxis, wurden 233 Teilnehmer befragt und die daraus erhaltenen Antworten kritisch auf Vollständigkeit und Gewissheit überprüft und analysiert. Für die Analyse der Korrelation der beiden Komponenten Finanzfachwissen und Risikotoleranz wurde der Rangkorrelationskoeffizient nach Spearman verwendet. Ergebnisse: Die Resultate der Analyse zeigen, dass bei den Teilnehmern der Umfrage eine positive Korrelation zwischen Risikotoleranz und Finanzfachwissen besteht. Die Korrelation ist signifikant mit den Parametern rSp = .468, p = .000, n = 166. Dabei handelt es sich nach (Cohen, 1992) um einen mittleren Effekt. Fazit: Es wird festgehalten, dass Privatanleger mit einem höheren Finanzfachwissen eher bereit sind, mehr Risiko mit ihren Investitionen einzugehen. Umgekehrt sind Privatanleger mit weniger Finanzfachwissen eher konservativ in Bezug auf ihre Anlagen aufgestellt. Sie bleiben lieber bei kleinen, aber sicheren Renditen. Handlungsempfehlung: Durch die Erkenntnisse der Umfrage, dass der Stand des Finanzfachwissens positiv mit der Risikotoleranz korreliert, kann bei der Anlageberatung gezielter auf die Anleger eingegangen und die Risikotoleranz exakter eingeschätzt und beurteilt werden. Dabei kann der Anlageberater Massnahmen ergreifen, um risikoaffine Anleger umfassender über die einzugehenden Risiken aufzuklären oder auf der anderen Seite risikoaversen Anlegern die Möglichkeit der Mehrrendite aufzuzeigen sowie die Anlageprodukte kundenfreundlicher und verständlicher zu erklären.
Departement: School of Management and Law
Publication type: Thesis: Bachelor / Bachelor Thesis
DOI : 10.21256/zhaw-1341
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/1377
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