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Title: Industrie 4.0 – nur ein Buzzword oder doch die vielleicht grösste Umgestaltung in der Geschichte der Arbeitswelt? : Die grosse Abkopplung und seine Folgen
Authors : Weckherlin, Andrea O.
Advisors / Reviewers : Ehrat, Matthias
Publisher / Ed. Institution : ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Issue Date: 2017
Language : Deutsch / German
Subject (DDC) : 331: Arbeitsökonomie
Abstract: In einer Zeit des Übergangs muss sich die Gesellschaft den neuen Strukturen des digitalen Lebensraums anpassen. Denn sie steht vor grossen Herausforderungen hinsichtlich technologischer und wirtschaftspolitischer Wandlungsprozesse. Gemäss den Forschungsergebnissen von Brynjolfsson und McAfee wird aus den volkswirtschaftlichen Daten der USA ein Paradoxon ersichtlich: eine grosse Abkopplung. Seit 1980 führen die Effekte der Digitalisierung zu einer Stagnation in Beschäftigung und Einkommen, obwohl der gesamtwirtschaftliche Wohlstand wächst. Dies fördert eine zunehmende Spaltung der Gesellschaft. Trotzdem herrscht Uneinigkeit über die Hintergründe. Es fehlt ein einheitliches Verständnis. Die Arbeit nimmt sich zum Ziel, die Auswirkungen der grossen Abkopplung auf die Arbeitsmärkte zu untersuchen. Es wird erörtert, wie das Phänomen zu verstehen ist und inwiefern sich seine Treiber und Trends mit der Situation in Europa vergleichen lassen. Dabei soll evaluiert werden, wie die «menschliche» Beschäftigung in Zukunft sichergestellt werden kann. Zur Beantwortung der Forschungsfrage werden basierend auf einer umfassenden Literaturrecherche die Phasen der industriellen Revolution und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft diskutiert sowie relevante Begrifflichkeiten und Konzepte bezüglich Industrie 4.0 definiert und in Bezug gesetzt. Aufgrund der theoretischen Basis aktueller Forschungsergebnisse und Daten der statistischen Bundesämter, wird eine Sekundärforschung zu den Erkenntnissen von Brynjolfsson und McAfee durchgeführt. Letztlich wird diese Thematik in die bevorstehende Phase der Industrie 4.0 weitergezogen, um die zukünftig nötige Herangehensweise und die geforderten Fähigkeiten für Arbeitnehmende darzulegen. Die Resultate der Bachelorarbeit verdeutlichen, dass die grosse Abkopplung ein globales Problem darstellt. Bei genauerer Betrachtung sprechen die Ergebnisse insgesamt aber dafür, dass die Befürchtungen bezüglich Massenarbeitslosigkeit derzeit unbegründet sind. Primär verändern sich die Zusammensetzung der menschlichen Arbeit und die Qualifikationsanforderungen. Daher gilt es, anders als die Autoren betonen, nicht die Maschinen zu fürchten, sondern vielmehr die Geld- und Machtelite in Politik und Wirtschaft. Ihre Präferenz mehr in den Produktionsfaktor Kapital zu investieren, dient als Ausgangspunkt für die grosse Abkopplung. Sie beeinträchtigt die Löhne sowie die Anzahl der Arbeitsplätze und vergrössert die Schere zwischen Arm und Reich. Das zuverlässige Erfassen der Auswirkungen der Digitalisierung und der zusammenhängenden Abkopplung der betrachteten Indikatoren bleibt eine grosse Herausforderung und wird auch mit Abschluss dieser Arbeit nicht vollends geklärt. Die Messmethoden erweisen sich als nicht zuverlässig genug. Trotzdem argumentiert diese Arbeit, dass relevante Lehren aus früheren industriellen Revolutionen gezogen werden können, um der Generation von morgen den rechten Weg zu ebnen. Mit Hilfe dieser Erkenntnisse ist ein Schritt in Richtung akkurater und zielführender wirtschaftspolitischer Massnahmen für das Zeitalter Industrie 4.0 getan.
Departement: School of Management and Law
Publication type: Thesis: Bachelor / Bachelor Thesis
DOI : 10.21256/zhaw-1348
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/1370
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