Please use this identifier to cite or link to this item: https://doi.org/10.21256/zhaw-1349
Title: Erklärungsansätze zum Underpricing von IPOs in der Schweiz zwischen 2000 und 2016
Authors : Aggeler, Rafael
Leclerc, Yves
Advisors / Reviewers : Anhorn, Regina
Publisher / Ed. Institution : ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Issue Date: 2017
Language : Deutsch / German
Subject (DDC) : 332.6: Investition
Abstract: Bei der Notierungsaufnahme (IPO) von Aktien an organisierten Kapitalmärkten lässt sich weltweit ein zum Emissionspreis positiv divergierender Börsenkurs feststellen. Eine solche Abweichung wird in der Literatur als Underpricing bezeichnet und stellt für den Emittenten einen Opportunitätsverlust dar. In der vorliegenden Bachelorthesis wird untersucht, ob bei Schweizer Börsengängen im Zeitraum 2000-2016 ein systematisches Underpricing beobachtet werden kann. In diesem Zusammenhang werden diverse Erklärungsansätze vorgestellt, die sich diesem Phänomen widmen. In einem ersten Schritt wird der empirische Forschungsstand für den Schweizer IPO-Markt dargelegt, darauf aufbauend wird anhand einer empirischen Untersuchung neue Evidenz für den Schweizer Markt geschaffen. Als Underpricing wird die marktadjustierte Rendite bezeichnet, welche vorliegend sowohl an der Messung des Eröffnungs- als auch des Schlusskurses des ersten Handelstages ermittelt wird. Stützend auf den erhobenen Daten werden diverse Erklärungsansätze präsentiert. Auf das Winner’s-Curse-Modell, welches das Underpricing auf eine asymmetrische Informationsverteilung zurückführt, und die Hot-Issue-Markthypothese, welche einen Zusammenhang zwischen der allgemeinen Börsenstimmung und dem IPO Underpricing vermutet, wird vertieft eingegangen. Zu beiden Erklärungsmodellen wird eine Hypothese aufgestellt, die mittels statistischen Analyseverfahren verifiziert werden. Die empirische Untersuchung konnte auf dem Schweizer IPO-Markt im genannten Zeitraum ein Underpricing von 10.62 Prozent gemessen am Eröffnungskurs und ein Underpricing von 12.51 Prozent gemessen am Schlusskurs nachweisen. Die erste Hypothese, dass auf dem Schweizer IPO-Markt ein Zusammenhang zwischen dem Underpricing und der Ex-ante-Unsicherheit besteht, konnte für den Zeitraum 2000-2016 bestätigt werden. Die zweite Hypothese, dass während Hot-Issue-Marktphasen im Vergleich zu Cold-Issue-Marktphasen auf dem Schweizer IPO-Markt überdurchschnittlich hohe Anfangsrenditen erzielt werden können, konnte für die Periode 2000-2016 ebenfalls verifiziert werden . Abgeleitet aus den Hypothesentests empfiehlt es sich, gerade bei unsicheren Börsengängen sowie allgemein guter Börsenstimmung in IPOs zu investieren. Die vorliegende Bachelorarbeit zeigt auf, dass ein Investor im Untersuchungszeitraum 2000-2016 eine Überrendite von über 10 Prozent erzielen konnte, wenn er konsequent an jedem Börsengang teilnahm und die Anteile am ersten Handelstag wieder verkaufte. Eine solche Strategie bedingt jedoch, dass immer der gleiche Betrag investiert wird und dass die Zuteilung jeweils zu 100 Prozent erfolgt. Aus Sicht des emittierenden Unternehmens empfiehlt sich zudem die Schaffung einer Transparenz, die über die börsenrechtlichen Vorschriften hinausgeht, um die Markunsicherheit zu reduzieren und so das Underpricing zu verringern. Aus den Erkenntnissen der vorliegenden Bachelorarbeit lässt sich in diesem Zusammenhang die Empfehlung abgeben, in der zukünftigen Forschung im Schweizer IPO-Markt eine Analyse des IPO Underpricing unter Berücksichtigung emissionsrechtlicher Aspekte durchzuführen.
Departement: School of Management and Law
Publication type: Thesis: Bachelor / Bachelor Thesis
DOI : 10.21256/zhaw-1349
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/1369
Appears in Collections:Abschlussarbeiten Betriebsökonomie

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